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Area Camper La Ermita

Neuer Campingplatz – warum wir zu einem anderen wechselten

Ihr wisst ja, seit dem 1. Oktober überwintern wir auf Don Cactus und haben euch bereits nach 4 Wochen von dort berichtet. Wenn ihr es verpasst habt, schaut gerne in unseren Fazitbericht rein. Doch manchmal kommt es im Leben anders als geplant – so auch bei uns. In diesem Beitrag möchten wir euch erzählen, warum wir uns kurzentschlossen für einen neuen Campingplatz entschieden haben und warum es die beste Wahl für uns war.

Neue Bekanntschaften auf Don Cactus und ein Dauercamper, der es krachen ließ

Auf Don Cactus haben wir in den letzten Wochen so einige Bekanntschaften geschlossen. Besonders erwähnenswert ist Manfred, ein netter Nachbar, der uns sogar öfters im Auto zum Einkaufen mitgenommen hat. Doch leider gab es auch eine weniger erfreuliche Begegnung mit einem Neu-Dauercamper, der direkt gegenüber von uns begann, sein Lager aufzuschlagen.

Wir sind sehr tollerant, aber manchmal passt die Chemie nicht

Der gute Mann benötigte ganze vier Wochen für den Aufbau seines Camps und machte dabei von früh bis Abend ordentlich Krach – als wäre er alleine auf dem Campingplatz. Um die Arbeit zu versüßen, lief permanent das Radio in einer unangemessenen Lautstärke. Ihr könnt euch vorstellen, dass diese Dauerbeschallung nicht unbedingt zum erholsamen Camping beiträgt. Auch wenn wir uns vom Arbeitsleben verabschiedet haben und keinen Urlaub machen, ist Rücksichtnahme doch eine Tugend, die jeder schätzen sollte.

Die Entscheidung für die Überwinterung 2024 – La Ermita Área Camper

In einer Facebookgruppe stolperten wir über einen Beitrag zum neuen Campingplatz La Ermita Área Camper. Die Informationen klangen vielversprechend: günstigere Preise, große Parzellen, kostenlose Nutzung von Waschmaschine und Trockner, und die Möglichkeit, unser Vorzelt und weiteres Equipment bis Oktober 2024 einzulagern. Das heißt für uns weniger Ballast auf dem Weg nach Marokko.

Also entschlossen wir uns, spontan umzuziehen. Am 22.11.2023 packten wir unsere Sachen und fuhren zum La Ermita Área Camper. Warum diese Hauruck-Aktion? Ganz einfach:

  1. Wir planten sowieso, im Februar dorthin zu fahren, um das Vorzelt einzulagern.
  2. Der Platz ist neu, günstiger, und die Waschmaschine sowie der Trockner sind kostenlos nutzbar.
  3. Die Parzellen sind groß genug, um auch mal mit dem Wohnmobil wegzufahren, während das Vorzelt stehen bleibt.
  4. Die Bilder, die wir sahen, überzeugten uns, und der Platz gefiel uns.
  5. Die Möglichkeit, unsere Solarpaneele den ganzen Tag stehen zu lassen, da es wenig Bäume und viel Sonne gibt und somit nicht auf Strom aus der Dose angewiesen zu sein

Zusätzlich fanden wir auf dem Reiseblog von Allzeit-bereift.de einen Artikel, dass sie aktuell auf La Ermita stehen und es ihnen sehr gut gefällt. Das war für uns das Zünglein an der Waage, um nicht bis Januar 2024 zu warten, sondern sofort loszufahren.

Der Abbau unseres Kampa Luftvorzeltes ging erstaunlich schnell von der Hand. Einzig das Harz, das ständig von den Bäumen auf das Vorzelt und unser Wohnmobildach getropft ist, bereitete uns Sorgen. Daher beschlossen wir, das Zelt inklusive des Drecks einzupacken und erst auf dem neuen Platz zu reinigen. Das Gleiche entschieden wir für das Wohnmobil und die Solarpaneele. Schließlich wollen wir auch in der neuen Überwinterungs-Location maximale Energieausbeute für unsere Solaranlage.

Das Kampa Luftvorzelt ist in wenigen Minuten abgebaut und auf dem neuen Campingplatz aufgabeut
Das Luftvorzelt konnten wir ganz einfach umheben

Die Fahrt über 270 km war schnell erledigt, weil wir die mautfreie Autobahn nutzen konnten. Wir spürten regelrecht eine Erleichterung in uns. Verließen wir doch eine eingefleischte Gruppe Camper, die sich jedes Jahr zum Überwintern trifft. Wir waren als Neulinge und einem erheblichen Altersunterschied mitten drin gestanden und fanden einfach keinen richtigen Zugang.

Insgesamt sind wir gespannt, wie es uns auf La Ermita Área Camper ergehen wird, und freuen uns auf neue Abenteuer und Bekanntschaften. Manchmal ist ein spontaner Wechsel die bessere Entscheidung, um das Camperleben noch mehr zu genießen.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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