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Spontan nach Kroatien zum Camping Paklenica

Heute möchte ich dir von den ersten Tagen unserer spontanen dreiwöchigen Wohnmobilreise nach Kroatien erzählen. Wir hatten noch keine genauen Pläne, wussten aber, dass uns ein aufregendes Abenteuer bevorstand. Die ersten Stationen waren der Wohnmobilstellplatz in Marchtrenk und der Campingplatz Camping Paklenica in Kroatien. Lass mich dir von unseren ersten Erfahrungen berichten.

Wir fahren wieder nach Kroatien

Die Anfahrt nach Kroatien begann mit kühlerem Wetter. Mit Temperaturen zwischen 10 und 18 Grad war es recht frisch und gelegentlich regnete es. Aber das konnte unsere Vorfreude nicht trüben. Wir hatten unsere Sachen gepackt, das Wohnmobil beladen und waren bereit, unsere Reise anzutreten.

Kostenloser Stellplatz in Marchtrenk

Unser erster Halt war erneut der kostenlose Stellplatz in Marchtrenk. Dieser Platz liegt für uns ideal auf dem Weg Richtung Süden und ist ein verlässlicher Zwischenstopp für uns. Hier übernachteten wir, tankten neue Energie und machten uns am nächsten Tag wieder auf den Weg.

Stellplatz Marchtrenk

Kein Dosenpfand in Österreich

Bevor wir unsere Reise fortsetzten, machten wir einen kurzen Zwischenstopp, um Getränke einzukaufen. In Österreich gibt es beispielsweise kein Dosenpfand, daher nutzten wir die Gelegenheit, um uns mit ausreichend Getränken einzudecken. Anschließend tankten wir noch günstigen Diesel und machten uns bereit für die lang ersehnte Etappe von knapp 700 Kilometern bis nach Starigrad.

Kroatien wird am 1. Januar 2023 nicht nur den Euro einführen! Es ist dann auch Teil des Schengen-Raums, weshalb die Grenzkontrollen wegfallen. Damit hat das lange warten beim Grenzübertritt ein Ende.

Keine Grenzkontrolle von Slowenien nach Kroatien

Die Fahrt zog sich dieses Mal etwas länger hin. Die 700 Kilometer fühlten sich beinahe wie 1000 Kilometer an. Doch wir ließen uns davon nicht entmutigen und freuten uns auf die bevorstehenden Abenteuer. Endlich erreichten wir die Grenze von Slowenien nach Kroatien, und es war eine erfreuliche Überraschung zu erfahren, dass Kroatien nun Mitglied im Schengen-Raum ist. Dadurch entfällt die Grenzkontrolle, und das Reisen innerhalb des Landes wird noch unkomplizierter. Zudem wurde auch der Euro als offizielle Währung eingeführt, was uns das Bezahlen und „Geldwechseln“ erleichtert.

Mit der ACSI Card zum Camping Paklenica

In Starigrad angekommen, fuhren wir den Campingplatz Camping Paklenica an. Wir hatten ihn schon bei unserer Reiseplanung ausgewählt, weil er die ACSI Card akzeptiert. Für 21 Euro hatten wir einen Platz incl. Strom, Wasser und Abwasser am Platz. Die Aussicht war einfach atemberaubend! Das Wohnmobil konnten wir in zweiter Reihe zum Strand parken und hatten somit eine traumhafte Kulisse für unsere nächsten Tage.

Nachdem wir uns auf unserer Parzelle eingerichtet hatten, warfen wir den Grill an und setzten uns trotz frischer Temperaturen vor das Fahrzeug. Einen Sonnenuntergang gab es wegen des bedeckten Himmels nicht.

Camping Paklenica

Zum Glück war es nur eine kleine Bora

Die erste Nacht auf dem Campingplatz Paklenica war leider von Regen begleitet. Das prasselnde Geräusch auf dem Dach des Wohnmobils und das Trommeln der Tropfen auf dem Boden begleiteten unseren Schlaf. Obwohl wir uns ein trockenes Wetter gewünscht hätten, nahmen wir es gelassen und hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag.

Es kamen Erinnerungen an die heftige Bora von 2012 auf

Und tatsächlich, am zweiten Tag wurden wir von einer kleinen Bora überrascht. Die Bora ist ein kräftiger, kalter Wind, der aus den Bergen herabstürmt und an der kroatischen Küste recht häufig vorkommt. Glücklicherweise war es diesmal keine heftige Bora, wie wir sie vor ein paar Jahren erlebt hatten, als wir noch mit dem Wohnwagen unterwegs waren. Damals hatten wir mit starken Windböen und turbulenten Wetterbedingungen zu kämpfen. Wir waren froh, dass uns diesmal eine extreme Bora erspart blieb. Es war ein kleiner Vorgeschmack auf die Wetterkapriolen, die an der kroatischen Küste auftreten können

Wir sind uns einig, dass wir eine erneute Begegnung mit einer heftigen Bora nicht unbedingt wiederholen möchten. Die Erinnerungen an damals sind noch frisch in unseren Köpfen, und wir haben großen Respekt vor den kräftigen Winden, die sich entlang der Adriaküste entwickeln können. Damals standen wir in der ersten Reihe und haben die volle Wucht abbekommen. Es ist wichtig, auf das Wetter und mögliche Unwetterwarnungen zu achten, um unsere Sicherheit nicht zu gefährden.

Tolle Nachbarn aus unserer Heimat

Auf dem Campingplatz Paklenica hatten wir das Glück, auf tolle Nachbarn aus unserer Heimat zu treffen. Es war eine angenehme Überraschung, Menschen zu treffen, die eine ähnliche Leidenschaft für das Reisen und das Leben im Wohnmobil teilen. Wir fanden schnell eine gemeinsame Basis und begannen, uns regelmäßig mit ihnen zu unterhalten.

Einer unserer Nachbarn betrieb einen kleinen YouTube-Kanal, auf dem er seine Reiseabenteuer festhielt und mit anderen Reiselustigen teilte. Wir waren fasziniert von seinen Geschichten und Videos und tauschten uns begeistert über unsere eigenen Erfahrungen aus. Es war schön zu sehen, wie das Reisen Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Interessen verbinden kann.

Die Gespräche mit unseren Nachbarn drehten sich oft um das Thema Wohnmobile und Reiseziele. Wir teilten unsere Erfahrungen und Empfehlungen für schöne Campingplätze, atemberaubende Landschaften und interessante Orte, die wir bisher besucht hatten. Es war inspirierend, von den Plänen und Träumen der anderen zu hören und sich gegenseitig zu ermutigen, diese zu verwirklichen.

Wir werden unsere Jobs kündigen

Wir erzählten unseren Nachbarn auch von unserem Vorhaben, im September unsere Jobs zu kündigen, um Europa zu bereisen. Es ist ein mutiger Schritt, den wir schon lange geplant haben. Wir verspüren den starken Wunsch, die Freiheit des Reisens voll auszukosten und neue Abenteuer zu erleben. Unsere Nachbarn waren begeistert von unserer Entscheidung und ermutigten uns, unseren Traum zu verwirklichen.

Inzwischen haben wir 4 Tage Regen am Stück

Die letzten Tage waren von anhaltendem Regen geprägt, was uns dazu veranlasste, vorerst auf Camping Paklenica zu bleiben. Das Wetter spielte einfach nicht mit und wir wollten nicht im strömenden Regen unsere Reise fortsetzen. Also nutzten wir die Zeit, um uns im Wohnmobil gemütlich einzurichten und uns mit verschiedenen Aktivitäten die Zeit zu vertreiben.

Leider ist der Roski Wasserfall gesperrt

Einer unserer möglichen Ziele war der Krka Nationalpark. Wir hatten uns auf der Homepage informiert und festgestellt, dass aufgrund der starken Regenfälle der Besuch der Wasserfälle Skradinski buk und Roški slap vorübergehend nicht möglich war. Diese Information war zwar enttäuschend, aber wir hatten Verständnis für die Schutzmaßnahmen und die Sicherheit der Besucher.

Wir nutzen die Regenpause und gehen zur St. Peter’s Church

Obwohl es nicht durchweg geregnet hat, waren die letzten Tage hier in der Region von heftigen Regenfällen geprägt. Leider wurde die Umgebung von Hochwasser betroffen, und einige Orte waren stark betroffen. Die Naturgewalten waren beeindruckend, aber auch beängstigend zugleich.

In einer längeren Regenpause beschlossen wir, die Gelegenheit zu nutzen und zur kleinen St. Peter’s Church zu laufen. Die Kirche hatten wir vor 3 Tagen schon einmal von außen angesehen, sind aber nicht hineingegangen. Das holten wir jetzt nach und fanden eine offene Tür. Das innere war spärlich, aber mit einem Altar, Kerzen und ein paar Bänken ausgestattet. Eine Leiter führte hinauf zum Glockenturm, den ich mir genauer angesehen habe.

Die Kirche wurde im vorromanischen, altkroatischen Stil erbaut, wahrscheinlich um die Wende des 10. Jahrhunderts. In der Nähe der Kirche befindet sich auch ein kleines Gebäude, das wahrscheinlich als Baptisterium genutzt wurde. „Aus den Fragmenten lassen wir vermuten, dass die Kirche mit Hilfe der Votivgabe einer Wohltäterin erbaut wurde, wie es beim Bau von Kirchen und Kapellen in der altkroatischen Zeit der Fall war.“ – Rukavina, A., Zvona ispod zvijezda (Eine Glocke unter den Sternen), „Ličke župe“, Gospić, 1984.

https://starigrad-paklenica.com/starigrad-croatia/crkva_svetog_petra/st-peters-church

Aus der Besichtigung der Kirche wurde ein längerer Spaziergang

Das Wetter war uns hold, und wir waren motiviert, einen ausgiebigen Spaziergang um das Dorf herum zu machen. Während wir unseren Weg fortsetzten, kamen wir an zahlreichen alten Gebäuden vorbei, die teilweise verfallen waren. Diese Art von Gebäuden fasziniert mich besonders, daher konnte ich nicht widerstehen, als ich einen alten Torbogen entdeckte. Es schien, als ob er eine Geschichte zu erzählen hatte.

Ich blieb stehen und betrachtete den Torbogen eingehend. Die Spuren der Zeit waren deutlich sichtbar. Es war eine Szene voller Nostalgie und Vergangenheit. Ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie Menschen vor vielen Jahren durch diesen Torbogen geschritten waren und welchen Geschichten er Zeuge geworden war.

Nur ein paar Meter weiter entdeckten wir einen kleinen Verkaufsstand, der selbstgemachte Produkte anbot. Das war eine angenehme Überraschung. Der Stand war liebevoll dekoriert und gefüllt mit eingelegtem Gemüse, Honig und verschiedenen Arten von Alkohol. Es war offensichtlich, dass die Produkte mit viel Hingabe und Sorgfalt hergestellt worden waren.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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