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Aire de Camping Car Ougney la roche

Erste sonnige Etappe nach Arc-et-Senans in Frankreich

Nach unserer Übernachtung im idyllischen Fourbanne, einem kleinen Dorf in Frankreich mit weniger als 200 Einwohnern, setzten wir unsere Reise gen Süden fort. Unsere bewusste Entscheidung, kurze Strecken zu fahren, ermöglichte es uns, die Schönheiten des Landes noch intensiver zu erleben. An diesem Tag führte uns unsere Reise lediglich 76 Kilometer weiter zum Aire de Camping Car Ougney la Roche.

Ein sonniger Tag nach trüben Tagen

Der Tag begann endlich mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen 24 Grad. In den vergangenen Tagen hatten uns häufig Wolken begleitet, und die Temperaturen bewegten sich meist zwischen 16 und 18 Grad – für uns definitiv zu kalt. Doch heute sollten wir das Wetter in vollen Zügen genießen und unsere Solarpanele zur vollen Leistung nutzen können.

Ankunft am Aire de Camping Car Ougney la roche

Unsere Ankunft am Aire de Camping Car Ougney la roche war von einer angenehmen Überraschung begleitet. Der Platz befand sich hinter einem herrschaftlichen großen Haus, dem Rathaus, und bot nicht nur ausreichend Platz für Wohnmobile, sondern auch eine Entsorgungsstation für Abwasser und Toilette. Einige freie Stellplätze waren verfügbar, und wir wählten einen, der die Sonne optimal einfing. Unser Ziel war es, unsere beiden Solarpanele auszurichten, um den Liontron Akku wieder aufzuladen. Wir vertrauten darauf, dass unsere Solarpanele nach dem Ausflug in den Ort noch sicher an Ort und Stelle stehen würden.

Die königliche Saline in Arc-et-Senans

Unser ursprünglicher Plan für den Tag führte uns zur königlichen Saline in Arc-et-Senans, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Die Saline, ein Meisterwerk des Architekten Claude-Nicolas Ledoux, ist ein beeindruckendes Beispiel für Industriearchitektur des 18. Jahrhunderts. Allerdings schreckte uns der Eintrittspreis von 14 Euro pro Person ab, und so entschieden wir uns, weiterzugehen und stattdessen die Umgebung zu erkunden.

Die Saline von Arc-et-Senans, auch als Saline Royale bekannt, ist ein historischer Industriekomplex im französischen Jura. Dieser architektonische Komplex wurde im späten 18. Jahrhundert von dem Architekten Claude-Nicolas Ledoux entworfen und wurde ursprünglich für die Salzproduktion genutzt. Die Saline ist bekannt für ihre charakteristischen halbkreisförmigen Gebäude und ihre neoklassizistische Architektur, die sie zu einem bedeutenden Beispiel für die industrielle Architektur dieser Zeit macht. Heute ist die Saline von Arc-et-Senans ein UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt ein Museum, das die Geschichte der Salzgewinnung sowie Ledouxs architektonische Vision darstellt.

Einkauf im Bi1 Supermarkt

Nur etwa einen Kilometer entfernt fanden wir den Bi1 Supermarkt. Hier bestätigte sich, was wir bereits vor unserer Reise gehört hatten: Die Preise in Frankreich sind oft höher als in Deutschland. Wir begaben uns also auf die Suche nach Sonderangeboten und füllten unseren Einkaufswagen hauptsächlich mit frischem Fisch und Käse. Selbstverständlich durfte ein frisches und knuspriges Baguette nicht fehlen, ein absoluter Genuss in Frankreich.

Ein Baguette in Frankreich
Das Baguette war so lecker, dass ich es fast komplett aufgegessen habe

Eine neue Erfahrung: Öffentliche Waschmaschinen

Beim Verlassen des Supermarkts stießen wir auf öffentliche Waschmaschinen, die auf dem Parkplatz standen. Obwohl wir bisher noch nie solche Maschinen benutzt hatten, wussten wir, dass sie auf unserer Europareise eine wichtige Rolle spielen würden. Die Preise waren fair: Eine Waschmaschine mit einer 8 kg Trommel kostete 5 Euro, während die größere 18-kg-Trommel für 10 Euro angeboten wurde – jeweils inklusive Waschmittel. Zusätzlich gab es einen Trockner, der in einer separaten Maschine 3 Euro kostete.

Rückkehr zum Wohnmobil und Energieeinspeisung

Mit unseren Einkäufen in der Tasche kehrten wir zurück zum Wohnmobil, um eine entspannte Brotzeit einzulegen. Zu unserer Freude hatten die beiden Solarpanele den Liontron Akku inzwischen vollständig aufgeladen. Dank des großzügigen Sonnenscheins hatten wir mehr als genug Strom, um auf unserer Induktionskochplatte zu kochen. Dies ermöglichte uns nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern half auch dabei, Gas zu sparen.

Für uns die ideale Induktionskochplatte, weil sie sehr flach ist
Für uns die ideale Induktionskochplatte, weil sie sehr flach ist

Unser Tag am Aire de Camping Car Ougney la Roche war geprägt von Sonnenschein, neuen Erfahrungen und der Erkundung der französischen Preise. Wir genossen die Freiheit und Flexibilität unserer Reise und freuten uns auf die kommenden Etappen, die uns noch mehr Abenteuer und Entdeckungen bringen würden.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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