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Wohnmobilstellplatz Sant Feliu de Pallerols

Unterwegs in Sant Feliu de Pallerols: Eine unerwartete Wendung

Gestern waren wir noch in Le Perthus und haben auf einem Parkplatz unseren Wassertank gefüllt. Die Nacht in Sant Feliu de Pallerols verlief ruhig, aber der Tag versprach Abenteuer. Unser ursprünglicher Plan führte uns zum Wandergebiet Gorg del Molí dels Murris, nur 6 km entfernt von Les Planes d’Hostoles. Allerdings wurde uns mitgeteilt, dass der Eintritt zum Wasserfall derzeit 5 Euro pro Person kosten würde, was uns nicht überzeugte. Also suchten wir nach einer alternativen Route und stießen auf die Church of Sant Roma, die aufgrund des niedrigen Wasserspiegels des Stausees Panta der Sau sichtbar ist.

Die Suche nach der Church of Sant Roma

Kurvenreiche Strecke nach Rupit
Kurvenreiche Strecke nach Rupit

Das Navigationsgerät versprach eine kurvenreiche 19 km lange Fahrt über Serpentinen. Der höchste Punkt auf dieser Strecke war auf 1.123 m gekennzeichnet und trug den Namen „Ruta Bosc de les Roques Encantades„. Beim Passieren sahen wir lediglich ein Restaurant und einen Parkplatz, doch spätere Recherchen ergaben, dass dies der Ausgangspunkt für eine wunderschöne Wanderung durch Buchenwälder und Felsen gewesen wäre. Dies ist nicht das erste Mal, dass wir an solchen Sehenswürdigkeiten vorbeifahren oder sie zufällig entdecken, da hier oft nicht einmal Wanderparkplätze ausgeschildert sind.

Rupit – Ein historisches Dorf

Auf halber Strecke nach Rupit standen wir vor einer Weggabelung, die uns vor eine wichtige Entscheidung stellte: rechts zum Parkplatz oder links in eine schmale Straße. Der Parkwächter teilte uns mit, dass unser Fahrzeug zu groß sei, um weiterzufahren. Also drehten wir um und suchten nach einer alternativen Route. Eine kurze Recherche zeigte uns, dass Rupit ein historisches altes Dorf ist, das eigentlich sehenswert sein soll. Doch am Nationalfeiertag der Katalanen war es völlig überlaufen, und wir entschieden uns, weiter nach Vic zu fahren.

Die Suche nach einer Gastankstelle in Vic

Die Fahrt nach Vic hatte noch einen anderen Zweck – die Suche nach einer Gastankstelle. Google Maps zeigte uns auf Fotos eindeutig den Gaspreis an einer freien Tankstelle, aber als wir bei dieser ankamen, fehlte er auf der großen Preisanzeige. Wir durchsuchten das gesamte Tankstellenareal, fanden jedoch keine Informationen oder Hinweise darauf, dass hier noch Gas getankt werden könnte.

Die nächste Recherche führte uns schließlich zu einer Repsol Tankstelle in ca. 9 km Entfernung, die GPL für unseren Gastank und unsere Gastankflasche anbot. Die Tagespreise waren für alle Kraftstoffarten im Internet aufgeführt, so dass wir diesmal sicher waren, nicht wieder umsonst eine Tankstelle anzufahren.

Gastank füllen im Ausland

Ein freundlicher Mitarbeiter der Tankstelle half uns beim Tanken, denn beim Gastanken muss der Tankknopf immer gedrückt werden. Der Gasfluss war jedoch sehr langsam. Mit Hilfe meiner Translator App „SayHi“ konnte ich ihm mitteilen, dass wir auch eine Gastankflasche in unserer Heckgarage hatten, die gefüllt werden musste.

Wir wechselten uns beim Drücken des Knopfes ab, und plötzlich ging es viel schneller voran. Nachdem 20 Liter in unseren Gastank geflossen waren, war er nach bestimmt 10 Minuten endlich voll.

Im Ausland ist es kein Problem die Gastankflasche selbst zu betanken

Darf man eine Gastankflasche an der Tankstelle selbst befüllen?

Diese Frage stellten wir uns schon zu Hause, als wir die Gastankflasche selbst eingebaut hatten. Die Unsicherheit kam von den vielen negativen Forenbeiträgen und YouTube Videos. Hier scheint es aktuell eine unsichere Rechtslage von Gasverbänden und TÜV zu geben. Wir sehen aber keinen Unterschied zwischen dem betanken eines Gastank und einer Gastankflasche und gehen davon aus, das es auch an den Tankstellen kein Problem geben wird.

Der Tankwart fragte zurück, warum sollten sie die Flasche nicht selbst betanken dürfen?

Also schraubten wir den Nozzle / Euronozzle Adapter zum Gastanken auf die Gastankflasche und tankten weitere 22 Liter Gas. Insgesamt zahlten wir 40,15 Euro für 42 Liter Gas.

Ankunft in Avinyo

Mit vollem Gastank machten wir uns auf den Weg nach Avinyo, wo wir einen offiziellen Wohnmobilstellplatz mit Wasser- und Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten fanden. Hier konnten wir unsere Ressourcen auffüllen und uns auf die nächsten Abenteuer vorbereiten.

Unser Tag hatte zwar mit unerwarteten Wendungen begonnen, aber am Ende hatten wir nicht nur unser Ziel erreicht, sondern auch wertvolle Erfahrungen gesammelt und uns auf die nächste Etappe unserer Reise vorbereitet.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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