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Wohnmobilstellplatz in Avinyo

Eine Nacht unter Sternen: Unser Stellplatz in Avinyo

Avinyo, ein malerisches Fleckchen Spanien, war unser Ziel, als wir mit dem Wohnmobil unterwegs waren. Unser Stellplatz, das Àrea D’Autocaravanes D’Avinyo, versprach Ruhe und Erholung. Bei unserer Ankunft erwartete uns eine angenehme Überraschung: Eine Herde von Schafen und Kühen hatte sich auf der großen Wiese unterhalb unseres Stellplatzes niedergelassen. Die Atmosphäre war einfach bezaubernd, und wir fragten uns, wie die Tiere ohne einen Hirten den Weg zu diesem idyllischen Ort gefunden hatten.

Eine ruhige Nacht trotz Fabrik in der Nähe in Avinyo

Wohnmobilstellplatz Avinyo
Wohnmobilstellplatz Avinyo

Die Nacht verlief überraschend ruhig, obwohl in etwa 300 Metern Entfernung eine Fabrik zu sehen und zu hören war. Bedenken hatten wir deswegen, aber die Geräuschkulisse war nur außerhalb des Wohnmobils wahrnehmbar. Drinnen konnten wir in Ruhe schlafen.

Interessiert beobachteten wir die Kühe und Schafe während unseres Frühstücks, denn eine Kuh brüllte/ rief immer wieder. Wir warteten, was nun wohl passieren würde. Nach und nach kamen fast alle Kühe und folgten einer bereits vorausgegangenen Kuh in den Wald. Auch die Schafe schlossen sich diesem Treck an. Ein paar einzelne Tiere liesen sich Zeit, aber die vermeintliche Mutterkuh wartete und brüllte so lange bis alle vollzählig waren und ebenso im angrenzenden Wald verschwaden.

Einkaufen in Spanien: Erwartungen und Realität

Unser erster Einkauf in Spanien sollte Aufschluss darüber geben, ob die Preise tatsächlich günstiger sind als in anderen Ländern. In Frankreich hatten wir das Einkaufen aufgrund der hohen Preise weitgehend vermieden und von unseren Vorräten gelebt. Daher besuchten wir einen deutschen Supermarkt, den wir von zu Hause kannten. Wir hatten bereits im voraus Sonderangebote recherchiert und einige Artikel auf unseren Einkaufszettel gesetzt.

Leider stellten wir fest, dass die Preise in Spanien nicht so günstig waren, wie wir erwartet hatten. Zudem war die Qualität einiger Produkte enttäuschend. Dies widersprach unseren Erwartungen, da wir im Internet häufig gelesen hatten, dass Spanien als Einkaufsland als preiswerter gelte als andere. Im Vergleich zu Frankreich empfanden wir die Preise in Spanien sogar als höher.

Entlang der Küste: Unser neuer Plan

Nach einem ausgiebigen Frühstück entschieden wir uns spontan dazu, nicht mehr durch das Landesinnere zu fahren, sondern stattdessen der malerischen Küstenstraße entlang zu folgen. Mit großer Vorfreude öffneten wir die Park4Night App und begannen nach gut bewerteten und kostenlosen Stellplätzen entlang unserer geplanten Route zu suchen. Zu unserer angenehmen Überraschung stießen wir auf eine Fülle an verlockenden Optionen, von denen wir gar nicht wussten, dass sie existieren würden.

Die Idee, über Madrid zu unserem Überwinterungsplatz zu fahren, haben wir verworfen, da dies einen Umweg von 250 Kilometern bedeutet hätte. Unsere Priorität ist es, Großstädte wie Madrid und Barcelona zu meiden, um den Verkehrsstress zu vermeiden.

Unterhalb von Barcelona: Unser aktueller Stellplatz

Nun befinden wir uns unterhalb von Barcelona in La Munia, auf einem neuen und modern ausgestatteten Stellplatz für bis zu drei Wohnmobile. Hier fehlt es an nichts, außer einer Stromversorgung. Lediglich der Handyempfang ist etwas schwach, aber das war für uns durchaus akzeptabel. Überraschenderweise gibt es eine Regelung, die besagt, dass Stühle, Tische und Markisen nicht aufgestellt oder herausgefahren werden dürfen und auch Erweiterungen am Wohnmobil untersagt sind. Daher verbrachten wir die heißen Tage bei Temperaturen um die 30 Grad größtenteils im Inneren des Fahrzeugs – doch zum Glück hatten wir unseren leistungsstarken Lüfter und konnten dank geöffneter Fenster und Türen eine angenehme Brise hereinlassen. Die Zeit nutzten wir produktiv, indem wir weitere spannende Blogartikel schrieben und unsere kommenden Tage sorgfältig planten.

Eine Landschaft voller Weinstöcke

Die atemberaubende Umgebung hier ist von endlosen Reihen an Weinstöcken geprägt, die vermutlich alle zum renommierten Weingut Masia Mas Cota gehören. Interessanterweise sind die meisten dieser Rebstöcke nur 40-50 cm hoch, obwohl sie schon einige Jahre alt sind. So etwas Faszinierendes und Einzigartiges hatten wir zuvor noch nie in unserem Leben gesehen. Es ist einfach unglaublich, wie diese kleinen Pflanzen so viel Geschmack und Aroma hervorbringen können.

In dieser malerischen Umgebung wird auch intensiv mit maschineller Unterstützung gearbeitet. Zwischen den endlosen Reihen von Weinreben ist kein einziges Unkraut zu sehen, dank der effizienten mechanischen Unkrautbekämpfung. Die Spuren der Reifen verraten, dass hier gründlich maschinell gejätet wurde. Zudem findet gerade die Weinernte statt.

Die vergebliche Hoffnung auf Regen

Gemäß der Wetterapp war für 17.00 Uhr Regen vorhergesagt worden, und wir hatten uns auf eine erfrischende Abkühlung von den schwülen 30 Grad gefreut. Leider blieb es trotz der bedrohlich dunklen Wolken und des leichten Donners trocken, und der lang ersehnte Regen blieb aus.

Am nächsten Morgen nutzten wir die Möglichkeit der kostenlosen Ver- und Entsorgung. Wir ließen unser Grauwasser ab und füllten unseren Wassertank gründlich auf. Dazu war jedoch unser praktischer Wasserdieb notwendig, da das Gewinde am Wasserhahn viel zu klein für unser hochwertiges Gardena Handstück war. Zum Glück hatten wir vor Reiseantritt genau für diesen Fall zwei verschieden große Wasserdiebe besorgt, um jede Herausforderung bewältigen zu können.

Insgesamt bot uns Avinyo und unsere Reise entlang der spanischen Küste viele interessante Eindrücke, sowohl positive als auch negative. Die Realität des Einkaufens in Spanien unterschied sich deutlich von unseren Erwartungen, aber die Schönheit der Landschaft, die Ruhe der Stellplätze und die Gastfreundschaft der Einheimischen entschädigten dafür. Unsere aufregende Reise geht weiter, und wir sind gespannt auf die unvergesslichen Abenteuer, die uns noch erwarten werden.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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