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Wohnmobilstellplatz

Grenzübertritt nach Spanien

Am 9. September 2023 brachen wir von Labeaume auf und setzten uns das Ziel, die 49 km nach Figueres in Angriff zu nehmen. Auf dem Weg dorthin überquerten wir die Grenze nach Spanien durch die französisch-spanische Stadt Le Perthus mit nur 550 Einwohnern. Dort fielen uns die Menschenschlangen vor einigen Geschäften auf, insbesondere vor einem Tabakgeschäft. Eine spätere Recherche bestätigte unsere Vermutung, dass hier in Spanien vergünstigte Waren zu kaufen waren. Unsere Neugier war geweckt, und wir setzten unseren Weg fort.

Gespannt waren wir auf den Dieselpreis, denn in Frankreich war das Tanken schon ein kleiner Kostenpunkt. An der ersten Tankstelle in Spanien zeigte sich eine erfreuliche Überraschung: Der Preis betrug 1,62 Euro, was etwa 20 Cent günstiger war als in Frankreich. Wir setzten unsere Fahrt nach Figueres mit einem Lächeln auf den Lippen fort.

Ankunft in Figueres und die Suche nach einem Übernachtungsplatz

Unsere Reise führte uns schließlich 15 km weiter, wo wir einen geeigneten Übernachtungsplatz auf einem Parkplatz suchten. Ein großer Vorteil dieses Ortes war die Aussicht auf Wasser, welches unseren Wassertank füllen sollte.

Nach unserer Ankunft auf dem Parkplatz entdeckten wir einen französischen Camper, der vermutlich mit seinem Hund im Fahrzeug lebt. Er hatte ein älteres Mitsubishi Alkoven-Fahrzeug. Bevor wir uns häuslich einrichteten, beschlossen wir, die Angles Morts Schilder an unserem Fahrzeug abzunehmen. Diese dienten zwar der Sicherheit, aber ästhetisch gesehen, waren sie nicht gerade eine Augenweide.

Französischer Camper in Spanien
Ein älterers Mitsubishi-Alkoven-Wohnmobil

Der Nachmittag verlief relativ ruhig, abgesehen vom „Lärm“ der vielen spielenden Kindern auf dem benachbarten Spielplatz. Deren Mütter machten es sich bis 20 Uhr auf den Sitzgelegenheiten gemütlich. In der Nähe befand sich auch eine Wassersäule mit Trinkwasser, deren Druck ausreichend war, um unseren Wassertank zu füllen. Ein kleiner Sackkarren für unseren 20-Liter-Kanister steht ab jetzt auf unserer Einkaufsliste, denn der Weg von der Wassersäule zum Wohnmobil war über 20 Meter lang.

Eine internationale Campergemeinschaft

Unsere Straßenseite füllte sich langsam mit Campern – insgesamt vier Fahrzeuge, eines davon aus Chemnitz. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen nochmals zwei Wohnmobile, deren Modelle schon einige Jahre auf dem Buckel hatten. Die Vielfalt der Fahrzeuge spiegelt die Internationalität der Campergemeinschaft wider.

Vorbereitung für eine kleine Wanderung im Estunes Banyoles

Am nächsten Morgen, nachdem wir geduscht und unseren Wassertank erneut gefüllt hatten, packten wir einen Wasserkanister als Reserve ein. Dieser Tag sollte kein Fahrtag werden, und so suchten wir nach einer Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden. Unsere Wahl fiel auf Estunes Banyoles, ein nationales Wandergebiet.

Dort erwartete uns ein eher kurzer Wanderweg, der entlang einiger Feldspalten führte. Obwohl der Pfad eng und anspruchsvoll war, erfreuten wir uns an diesem kleinen Abenteuer und der angenehmen Kühle, die uns zwischen den Felsen empfing.

Navi-Irrwege und die Priorität der Sicherheit

Nach der Wanderung gaben wir die Koordinaten eines Parkplatzes in unser Navigationsapp Camping by POIbase ein und machten uns auf den Weg. Doch plötzlich sollten wir links abbiegen, und meine Frau äußerte Bedenken. Ich war jedoch zuversichtlich und fuhr weiter, weil wir in der Naviapp unsere Fahrzeugabmessung hinterlegt hatten und davon ausgegangen sind, dass diese auch berücksichtigt werden. Wir folgten einem PKW vor uns, der immer steiler bergauf fuhr. Ein Blick auf das Navi offenbarte zahlreiche Serpentinen, und der Weg wurde enger. Schließlich sollten wir auf einen Schotterweg abbiegen. Der PKW vor uns hielt rechts an, um uns vorbeizulassen, doch wir entschieden uns, umzudrehen. Sicherheit hat oberste Priorität, und schließlich steht unsere Reise erst am Anfang.

Eine Tankstellenepisode mit Überraschungen

Obwohl wir erst vor Kurzem für knapp 80,00 Euro getankt hatten, entschieden wir uns, die Gelegenheit an einer Q8 Selbstbedienungstankstelle zu nutzen, die einen Dieselpreis von 1,559 Euro pro Liter anzeigte. Das Tanken an sich war uns vertraut, doch hier gab es eine Besonderheit: Bei der Autorisierung mussten wir angeben, für welchen Betrag wir tanken wollten. Das stellte uns vor eine kleine Herausforderung, denn wie sollte man vorher wissen, wie viel Diesel der Tank benötigte? Schließlich entschieden wir uns, 50 Euro anzugeben und hofften, dass es in etwa passen würde.

Günstig tanken in Spanien
Günstig tanken in Spanien für 1,549 (09/2023)

Als der Tankvorgang schließlich bei 44 Euro aufhörte, weil er voll war, fragten wir uns, was mit den übrig gebliebenen 6 Euro passieren würde. Eine genaue Klärung dieser Frage blieb uns zunächst verwehrt. Es gab keine Kasse, die den Restbetrag auszahlen könnte. Wir beschlossen, die nächste Kontoabbuchung genau zu überprüfen, um herauszufinden, welcher Betrag denn nun tatsächlich fällig wurde. Tankstellenabenteuer können manchmal überraschende Wendungen nehmen, selbst bei solch vermeintlich alltäglichen Aktionen.

Ein einfacher Parkplatz für die Nacht

Manchmal neigt sich der Tag und man hat noch keinen passenden Schlafplatz gefunden. Da waren wir froh, am Dorfrand einen Parkplatz gefunden zu haben, der eben und mit Wiese gar nicht so schlecht war. Bei der Ankunft waren es noch über 30 Grad, die sich ab 19 Uhr schnell änderten, weil die Sonne hinter dem hohen Bergen unterging.

Die einfachen Plätze sind oft die schönsten

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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