Österreich

Laudachsee Wanderung

Von Mietmeikistn zum Laudachsee für eine Wanderung

Unsere Winterreise mit dem Wohnmobil geht weiter von der Wallersee Halle, bei der wir früh unsanft geweckt wurden, zu einem kostenlosen Stellplatz für ein Wohnmobil in Seewalchen am Attersee. Über Stellplatz.info fanden wir einen Wohnmobilstellplatz für 10 Euro. Die Sabrina am Telefon freute sich, dass wir vorbeischauen wollen, aber von 10 Euro weiß sie nichts. Man dürfe bei ihr kostenlos oder gegen eine Spende auf ihrem Firmengelände übernachten. Den Platz suchten wir aus, weil er in der Nähe vom Laudachsee liegt, der herrlich zum Wandern sein soll und unser Ziel für den nächsten Tag war. Als Info bekamen wir, dass wir uns überall hinstellen dürfen, aber die Garagen freihalten sollten.

Okay so wird das gemacht und fuhren am schönen Attersee vorbei bis zu der Firma Mietmeikistn. Die gehört Sabrina und sie ist selbst Camperin, weshalb sie auch keine Gebühr verlangen möchte. Dass sie bei Stellplatz.info vertreten ist, hat sie einem ehemaligen Camper zu verdanken, der sie als Dank dort eingetragen hat. Aber von 10 Euro Kosten wusste sie nichts. Wir stellen uns so weit wie möglich von den Garagen entfernt hin. Es war kalt, aber der Campingstuhl musste trotzdem raus.

Mietmeikistn Wohnmobilstellplatz
Mietmeikistn Wohnmobilstellplatz

Sabrina fährt zum Surfen nach Griechenland

Sabrina ist die Inhaberin von Mietmeikistn und vermietet Transporter für Umzüge usw. Wir standen schon 2 Stunden auf ihrem Gelände bis sie vorbeikam. Wie es so unter Campern ist, entwickelte sich ein sehr langes Gespräch mit Erfahrungsaustausch. Wir hätten dazu ins Gebäude gehen können, nein wir standen in der Kälte und hatten gefroren. Sie fährt, wenn es die Zeit zulässt gerne nach Griechenland um dort zu surfen. Dazu hat sie ein kleineres Wohnmobil mit einer Alugas Tankflasche. Spätestens jetzt war es soweit doch ins Gebäude zum Fahrzeug zu gehen, um das anzusehen. Denn wir wollten uns auch eine Gastankflasche einbauen lassen. Sie ist davon sehr begeistert und hat deswegen die Deutschen mit ihren guten Ideen gelobt. Die Österreicher seien nicht so innovativ.

Das Gespräch wollte einfach nicht enden. Wir verstanden uns super und kamen von einem Thema zum anderen. Weil sie so viele Anfragen von Unterstellmöglichkeiten für Wohnmobile hat, würde sie gerne das Nachbargrundstück kaufen. Der Preis ist am Wallersee zwar happig, aber das Geschäft würde sich lohnen. Wäre da nicht die Stadt Seewalchen, die ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. So macht sie eben mit ihrem Betrieb weiter und ist sehr erfolgreich damit.

Mietmeikistn Wohnmobilstellplatz
Mietmeikistn

Auf gehts zum Wandern an den Laudachsee

Ich war früh wach und bereitete das Frühstück vor. Kurz vor 10.00 Uhr kam dann auch Sabrina, wir hatten uns verabredet, denn ich wollte entsorgen und auch eine Spende hinterlassen. Das Schwarzwasser kann man nämlich im Gebäude in der Toilette entleeren. Als Camperin kennt sie die Probleme damit, weshalb sie das hier ermöglicht. Ich legte meine 10 Euro, das war es uns Wert auf dem Tisch und verabschiedete mich. Vielen Dank Sabrina für den Stellplatz.

Nun sollte es losgehen, von Attersee nach Gmunden am Traunsee bis zum Laudachsee. Der letzte Parkplatz ist ungefähr 4 km von See entfernt. Wir parkten dazu am Parkplatz Kohlbach und passten mit unseren knapp 8 Meter gerade so hin, um keine anderen Fahrzeuge zu blockieren. Die rund 4 km führten ausschließlich durch den Wald, weshalb wir froh waren warme Kleidung angezogen zu haben. Wir hatten die Hoffnung, dass wir zwar im Nebel losliefen, aber bei Sonnenschein ankommen. Da es stetig Bergauf ging, waren wir dann auch über der Nebeldecke am See angekommen und hatten strahlenden Sonnenschein. Aber durch die hohen Berge lag der See zur Hälfte im Schatten.

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Mit Drohne und Fotoapparat ging es um den See

In der Sonne war es sehr angenehm und die Parkbänke willkommen. Aber die Sonne wanderte recht schnell, man konnte dem Schatten, der immer näher kam, zusehen. Dann wurde es schlagartig kälter, weshalb es eben zur nächsten Bank ging. Die Ramsaualm war geschlossen, weil im Winter hier kaum einer hinläuft. Im Sommer kann ich mir gut vorstellen, dass hier der Teufel los ist.

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Der Rückweg ging quer durch den Wald

Eigentlich nehmen wir immer die offiziellen Wege, aber hier machten wir eine Ausnahme. Durch den Wald gingen zwei Trampelpfade abseits vom Hauptweg in den Wald. Es waren vermutlich die Schneeschuhwanderer, die sich gut auskennen und eine Abkürzung nahmen. Das hat uns so gut gefallen, weshalb wir am Bach entlang durch den hohen Schnee zurück zum Parkplatz liefen.

Der Nebel hatte sich nicht verzogen

Auf halber Strecke kamen wir wieder im Nebel an. Er hielt sich den ganzen Tag hartnäckig, weshalb wir froh waren am Laudachsee die Sonne gesehen zu haben. Es war ein herrlicher Tag und die knapp 10 km hin und zurück taten uns gut. Dazu die Schneelandschaft und die Berge, die wir hier in Österreich gefunden haben. Auch wenn das Wintercamping für Wohnmobilreisende in Österreich gar nicht so einfach ist.

Probleme hatten wir hauptsächlich mit geschlossenen Campingplätzen, die nur im Sommer geöffnet haben. Dazu das Europaproblem mit den Gasflaschen. Unsere deutsche Gasflasche konnten wir nirgends in Österreich tauschen oder füllen lassen. Hier gehört in Europa endliche eine einheitliche Lösung her. Das war auch der Grund, warum wir über den Kauf einer Alugas Tankflasche nachdenken. Hier hat uns Sabrina gute Informationen geben können.

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Wir fuhren dann weiter zum Gasthof Baumgartenwirt der das Bauernleben Konzept unterstützt. Dieser lag auf halber Strecke zum nächsten Ziel, dem Langbathsee. Ihr seht schon, dass wir gerne an Seen fahren. Gerade im Winter ist es dort recht wenig los und hat dadurch viel Ruhe.

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.
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