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Gorg del Salt

Gorg del Salt: Ein Wanderparadies in El Pont d’Armentera

Vom neuen Stellplatz in La Munia zog es uns in eine Region, die auf den ersten Blick wie ein gut gehütetes Geheimnis wirkte: der Gorg del Salt, etwa 45 Kilometer entfernt. Die Bilder dieses Ortes hatten mich magisch angezogen, versprachen sie doch eine einzigartige Mischung aus Wanderwegen und Adrenalinkicks.

Die Suche nach dem Versteckten

In dem kleinen Dorf El Pont d’Armentera angekommen, waren wir zunächst auf der Suche nach einem geeigneten Parkplatz. Zwar gab es keine offizielle Beschilderung, aber am Straßenrand unter den schattigen Bäumen standen einige Autos geparkt. Wir beschlossen, uns dazuzustellen, und es gab genügend Platz, sogar für unser Wohnmobil. Neben uns stand ein alter Renault R4, ein Fahrzeug, das auch meine Eltern besaßen, als ich noch ein kleiner Junge war. Das ließ darauf schließen, dass dieser Wagen mindestens 45 bis 50 Jahre alt war.

Gorg del Salt mit Renault R4
So einen R4 haben meine Eltern auch gefahren als ich noch ein Junge war

Die Wanderung beginnt in Gorg del Salt

Unsere Wanderung sollte nicht länger als 8 Kilometer sein, was bei den hochsommerlichen Temperaturen von fast 30 Grad genau richtig schien. Die ausgewählte Route führte uns zunächst etwa einen Kilometer durch das Dorf, bevor wir die Straßenseite wechselten und einem Wanderweg folgten. Es dauerte nicht lange, bis sich ein breites Grinsen auf meinem Gesicht ausbreitete. Vor uns erstreckte sich genau der Anblick, den ich auf den Fotos gesehen hatte: ein Steg mit einem Kletterseil an einem Hang, den es zu überwinden galt. Ein Warnschild informierte uns, dass nur Personen bis 120 Kilogramm einzeln über die schmalen Bretter gehen sollten. Das war für uns kein Problem, aber zuerst musste natürlich ein Erinnerungsfoto gemacht werden, bevor wir die etwa 25 Meter über den Steg meisterten. Selbst meine Frau traute sich und benötigte nur etwas mehr Zeit.

Fast hätten wir uns verlaufen

Anschließend führte der Weg weiter, oft im Schatten der Pinienbäume, deren angenehmer Duft uns in die Nase strömte. Wir passierten zahlreiche Steinmauern und kleine Wassergräben. Plötzlich meldete sich unsere Navigations-App Komoot zu Wort und sagte uns, dass wir vom Weg abgekommen waren. Wir liefen etwa 80 Meter zurück und entdeckten den richtigen Weg, der zugewuchert und kaum als solcher zu erkennen war.

Mandelbäume und ist das ein Swimmingpool?

In der Ferne erblickten wir auf einer Plantage ein Wasserbecken, das wie ein natürlicher Pool inmitten der wilden Natur aussah. Doch es handelte sich um ein Vorratsbecken. Als wir die Bäume in der Plantage genauer inspizierten, stellten wir fest, dass es Mandelbäume waren. Die Vielfalt dieses Gebiets und die angelegten Wege begeisterten uns zutiefst.

Abenteuerliche Pfade und erfrischende Wasserläufe

Uns erwarteten noch zwei weitere schmale Wege, an denen man sich mit Kletterseilen entlanghangeln musste. Wir wanderten entlang künstlich angelegter Wasserläufe, die neben dem Pfad mit Holzbrettern verliefen. Nach etwa 3 Kilometern stand die Überquerung eines Wasserlaufs bevor. Die vorhandene Brücke war schmal und ohne Geländer, was die Überquerung zu einem kleinen Abenteuer machte, aber wir hatten unseren Spaß.

Ein verstecktes Juwel – genau nach meinem Geschmack

Etwa einen Kilometer weiter erreichten wir einen Ort, an dem man sogar hätte baden könnte. Wir waren erstaunt und fragten uns, warum dieses Gebiet relativ unbekannt ist. Nach einer erfrischenden Trinkpause auf halber Strecke machten wir uns auf dem gleichen Weg zurück.

Die Suche nach einem Übernachtungsplatz

Für unsere Übernachtung suchten wir uns einen Ort in Alcover, etwa 29 Kilometer entfernt. Tatsächlich fanden wir mitten in der Stadt einen Parkplatz mit zahlreichen Olivenbäumen, auf dem man auch mit dem Wohnmobil übernachten durfte.

Wohnmobilstellplatz in Alcover
Wohnmobilstellplatz in Alcover

Fazit

Der Ausflug zum Gorg del Salt in El Pont d’Armentera war ein echtes Abenteuer, das genau nach meinem Geschmack war. Dort gab es von jedem etwas, Adrenalin, Natur, Wasser und den Geruch der Pinienbäume. Im Internet fand ich zu diesem Ort wenig bis gar keine Informationen, weshalb ich davon ausgehe, dass er relativ unbekannt ist und wahrscheinlich auch bleiben soll. Die Schautafeln am Wegesrand waren schon so alt und ausgeblichen, dass man nicht ein einziges Wort entziffern konnte. Für mich/uns allerdings unverständlich, denn es war eine tolle Wanderung, die eigentlich viel zu kurz war. Ein Ort, den wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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