Bauernleben Österreich

Biohof Kaufmann – Bauernleben

Mit dem Wohnmobil am Teich Campen beim Biohof Kaufmann

Ich wälzte das Buch von Bauernleben und fragte meine Frau, willst du zu dem Hof oder zu den anderen. Sie entschied sich für den Biohof Kaufmann. Es stellte sich heraus, dass wir hier unseren schönsten Stellplatz mit dem Wohnmobil erlebten.

Bei der Ankunft am Hof kaufte meine Frau Kartoffeln ein, während ich mich mit dem Bauern unterhielt. Er verkauft auch hochwertige E-Bikes. Die waren nicht günstig, dafür aber etwas Besonderes und nicht von der Stange. Mir wurde angeboten, den Schlauch zu nehmen und das Wohnmobil mit Wasser aufzufüllen. Es entstand ein lockerer Austausch über unsere bisherige Reise und was wir noch vorhaben. So verging die Zeit und wir wussten noch gar nicht, wo unser Stellplatz sein wird.

Wohnmobil Stellplatz am Teich vom Biohof Kaufmann
Biohof Kaufmann Bauernleben

Auf die Frage wo unser Stellplatz für das Wohnmobil ist

Ihr könnt mit dem Wohnmobil hier rechts herum den Weg an den Sträuchern entlang runterfahren bis an den Teich. An den Teich? Davon wussten wir gar nichts und freuten uns schon. Am Teich angekommen standen wir auf einem großen Grundstück und der Sohn vom Bauer (hat ungefähr unser alter gehabt) war dabei die Wiese zu mähen. Wohlgemerkt extra für uns, wie sich in einem Plausch herausstellte.

Ihr dürft euch hinstellen, wo ihr wollt und wenn es euch gefällt dürft ihr hier länger stehen bleiben. Das ist dann aber nicht nach den Regeln von Bauernleben. Wir schwärmten von der tollen Lage des Teiches, der eine kleine Insel mit einem Baum hat. Er begann uns dann von einem Rechtsstreit der über 10 Jahre ging zu berichten. Der Teich ist durch Grundwasser entstanden und er hat seinen Bagger genommen und ihn vergrößert. Das war dann der Anlass vom Amt, ihm eine Strafe aufzuerlegen. Er setzte sich aber durch, sodass wir heute die Möglichkeit haben, direkt am Wasser zu campen.

Warum bietest du uns das Grundstück für die Übernachtung an?

Seine Einstellung zum Grundstück war etwas Besonderes. Warum soll ich euch nicht am schönen Grundstück teilhaben lassen? Wenn ich euch hier nicht übernachten lasse, habe ich ja auch nichts davon. So möchte ich anderen Leuten die Möglichkeit geben, diese Lage hier zu genießen. Und wenn ihr auf die Toiletten müsst, habe ich dort oben ein ganz neues Toilettenhaus gebaut.

Toilettenhaus vom Biohof Kaufmann
Biohof Kaufmann Toilettenhaus

Wollt ihr ein Lagerfeuer machen? Dann lasse ich euch Brennholz bringen

Eine große Feuerschale war vorhanden, die ideal für ein größeres Feuer war. Wir konnten es gar nicht glauben, wie gut es uns hier geht. Es wurde uns sogar angeboten, dass er seinen Vater vorbeischickt, der uns Brennholz bringt. Na klar nehmen wir das Angebot gerne an. Aber wir wollten uns beschäftigen und suchten selbst Holz im angrenzenden Wald. Hier lag genug trockenes Holz, das nur zurechtgesägt werden musste. Dazu war unsere Fiskars Große Handsäge genau das richtige Werkzeug. Nachmittag kam tatsächlich der Vater vorbei und brachte ein paar kleine Kisten mit fertig gehackten Holz. Nicht besonders viel, aber alleine schon das Angebot war der Hammer.

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Neugierig erkundeten wir die Gegend und den Wald

So eine Lage vom Teich, geschützt vom Wald und abseits jeglichem Lärm gibt es nicht oft. Für uns war das ein Glücksgriff und weil wir das Angebot bekommen haben, länger zu bleiben, wurden daraus zwei Nächte. Um die Lage besser zu erahnen, ging es auf dem Hochsitz hinauf. Danach um den Teich herum, mit den kleinen Inseln.

Mit Vorfreude auf das Lagerfeuer legten wir einen ruhigen Nachmittag ein

Gibt es etwas Schöneres, als im Campingstuhl von dem Wohnmobil ein Mittagsschläfchen zu machen? Die Ruhe muss doch ausgenutzt werden und bei der Wärme verzichteten wir auf eine Aktivität. Wir bekamen dann aber noch Besuch vom Bauern, der mit seinem Freund vorbeikam. Er hatte wohl Zeit und erkundigte sich, ob alles okay sei. Holla, der Gastgeber Kaufmann legt die Messlatte ganz schön hoch.

Mittagsschlaf im Campingstuhl
Biohof Kaufmann Bauernleben

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Endlich gab es das Lagerfeuer

Ich kenne meine Frau sehr genau und weiß, dass sie ein kleiner Feuerteufel ist. Also habe ich ihr das Kommando überlassen und sie hatte reichlich Spaß am Zündeln. Das Holz vom Bauern war schnell leer, okay, das Feuer hat auch eine gewisse Dimension erreicht. Dazu eine Flasche Rotwein und ab und zu einen Aronialikör von meinem Kumpel Uli der in Bioqualität verschiedene Aroniaprodukte herstellt. Etwas aus der Heimat soll man ja immer dabei haben.

Fazit über den Wohnmobilstellplatz mit Bauernleben

Ich habe im Artikel schon so geschwärmt, dass ich eigentlich auf das Fazit verzichten könnte. Aber, weil es so schön war, noch ein paar Worte. Die Einstellung vom Bauern jeden Besucher am Grundstück teilhaben zu lassen, haben wir in dieser Form noch nirgends erlebt. Dazu noch das Angebot ein Lagerfeuer machen zu dürfen und sein Vater würde Brennholz bringen, waren einmalig. Wir konnten und gar nicht richtig bedanken, obwohl wir Kartoffel gekauft hatten. Das war aber nur eine kleine Gegenleistung für das gebotene.

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.
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