Hofladen der Käserei Lang
Deutschland Landvergnügen

Campen Hofkäserei Lang – Landvergnügen

Mit dem Wohnmobil zur Hofkäserei Lang in die Oberpfalz

Die meisten umliegenden Landvergnügen Gastgeber haben wir schon besucht, weshalb es heute 100 km Richtung Oberpfalz nach Kirchendemenreuth bei Neustadt an der Waldnaab gehen soll. Eine Hofkäserei, die seit 2005 besteht und auf einem Anwesen ist, das aus 1732 stammt.

Die Gastgeber wünschen immer einen Anruf vor Anreise. Das machen wir gerne auch, um sicher zugehen, dass ein Platz frei ist. Beim Anruf wurden wir freundlich gegrüßt und kennen das auch nicht anders. Uns begeistert immer wieder diese Herzlichkeit, die beim ersten Kontakt am Telefon anfängt, bei der Ankunft weitergeht und mit der Abreise endet. Genau das macht es für uns auch aus und bevorzugen das Campen auf einem Hof. Es ist als kommt man in einer anderen Welt an.

Die Anfahrt ging bis nach Neustadt an der Waldnaab und führte uns danach der B22 entlang bis man rechts den Neuweiher sieht. Gleich danach bogen wir nach Oed 2das ist die Adresse der Hofkäserei Lang“ ein. Zur Anmeldung ging es in den Hofladen, in dem wir die Gastgeberin Frau Lang antrafen. Uns wurde eine freie Platzwahl angeboten. Wenn ihr Strom braucht, müsst ihr euch an die Scheune stellen. Doch wir haben genug Solar auf dem Dach, weshalb wir mehrere Tage Autark campen können. Also stellten wir uns etwas Abseits an einem Baum und in die Nähe der Gänse. Um das Fahrzeug in die Waage zu stellen, benutzen wir unsere Fiamma Auffahrkeil Level Up Premium. Anfangs hatten wir kleiner Auffahrkeile und waren nicht zufrieden damit. Diese hier kann ich aber bestens empfehlen.

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Wohnmobilstellplatz der Hofkäserei Lang

Ein Rundgang über die Hofkäserei

Auf dem Weg vom Wohnmobil zum Hof geht es an einem Keller vorbei, der unterirdisch angelegt ist. Ob hier der Lagerraum für den Käse ist, habe ich nicht nachgefragt, aber die Vermutung liegt nahe. Nur ein paar Meter weiter geht es an der Schmiedekunst vorbei. Hier hat der Künstler aus alten Eisenteilen eine Kuh entstehen lassen, die vor dem Eingang zum Hofladen steht.

Wie kam es zur Hofkäserei?

Bis in die 1990er-Jahre durfte nur ein gewisses, festgelegtes Maximalkontingent an Milch an die Molkereien abgegeben werden. Weil ein Überschuss da war, entschied sich Frau Lang für eine Käserei. Doch so einfach war das gar nicht, denn es waren viele Auflagen vorgegeben. Es galt, behördliche und hygienische Hürden zu meistern. Nachdem die Genehmigung für die Käserei erteilt war, ging es los. Erst verwöhnte sie die Verwandtschaft und nach und nach kamen weitere Kunden hinzu. Der Wunsch nach einer Direktabholung oder Anfragen von Busunternehmen machten einen Anbau unumgänglich.

Inzwischen ist ein Bewirtungsraum für 80 Personen mit Sanitäranlagen, ein Hofladen und eine Erweiterung auf 22 Kühen entstanden. Bei den Kühen nehmen sie es ganz genau und verzichten auf Silage. Wenn das Wetter passt, geht es rauf auf die Weide. Ansonsten gibt es nur Gras und Heu im Stall. Das wirkt sich entscheidend auf die Milchqualität aus. Dass die Kühe dann nur 25 Liter statt der üblichen 40 Liter liefern, wird gerne in Kauf genommen.

Gerne dürft ihr in den Kuhstall gehen

Vermutlich liegt es an meiner Kindheit, dass ich gerne in einen Kuhstall gehe. Als Kind ging es nämlich mit meinen Eltern und Großeltern jedes Jahr ins Zillertal auf einen Bauernhof. Der Anstand gibt es vor, dass ich immer vorher frage, ob es erlaubt ist.

Es kamen noch weitere Camper

Das Gelände ist so groß, dass einige Fahrzeuge ausreichend Platz haben. Wir freuen uns immer wieder, wenn wir gleichgesinnte kennenlernen. Besonders groß ist dann die Freude beim Anblick älterer Fahrzeuge. Es reisten nämlich zwei alte VW Bulli an. Wir machten es uns vor dem Fahrzeug gemütlich, tranken Rotwein und haben uns pudelwohl gefühlt. Morgens gab es dann wieder ein Frühstück im freien. Vor der Abfahrt ging es in den Hofladen und kauften leckeren Käse und Wurstwaren ein.

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.

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