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El Jadida Bunter Laden

El Jadida – Übernachtung am Meer im Womo

Die vergangene Nacht haben wir gemeinsam mit 20 anderen Wohnmobilen für einen Übernachtungspreis von 30 Dirham in El Jadida direkt am Meer verbracht. Der selbsternannte Parkwächter zeigte sich bei unserer Ankunft zuerst großzügig und verlangte kein Geld. Stattdessen informierte er uns über die örtlichen „Tarife“ und gab uns Empfehlungen, welche Orte in El Jadida sehenswert seien. Später am Abend klopfte er an unsere Wohnmobil-Tür, um die fälligen 30 Dirham zu kassieren. Mit Kreide zeichnete er eine Markierung auf dem Gehweg, um die Bezahlung zu dokumentieren.

Es war ein Samstagabend und es herrschte reges Treiben in der Stadt. Die jungen Einheimischen spielten Fußball, wobei der Ball gelegentlich und „zufällig“ auf das ein oder andere Wohnmobile traf. Die Erwachsenen hingegen flanierten, plauderten und bereiteten sogar Mahlzeiten auf der Promenade zu. Auffällig war auch, dass einige in traditionellen arabischen Gewändern Sport trieben. Das gesamte Geschehen wurde von der Polizei hoch zu Ross überwacht. Trotz dieser Aktivitäten war die Nacht selbst erstaunlich ruhig, begleitet nur vom sanften Rauschen des Meeres.

Tipp für SAT-Anlage in Marokko

Ein nützlicher Tipp für Reisende mit einer SAT-Anlage: In Marokko sollte das LNB der SAT-Anlage um 23 Grad nach rechts gedreht werden, um einen reibungslosen Empfang des Astra Satelliten zu gewährleisten

Reiseplanung zu den Cascades d’Ouzoud

Meine Frau Ute stieß in einem Reiseblog auf eine vielversprechende Route, die auch für uns interessant schien. Die beiden Autoren dieser Route hatten auch El Jadida besucht und setzten ihre Reise über Landstraßen durch kleine Dörfer zu den Cascades d’Ouzoud fort. Bei der Planung unserer Weiterfahrt stellte sich die Frage, ob wir die 280 km Strecke auf einmal bewältigen oder auf zwei Tage aufteilen sollten. Unschlüssig machten wir uns einfach auf den Weg und tankten erstmal voll.

Der Anfang der Reise verlief reibungslos, da wir auf der gut ausgebauten N1 zügig vorankamen. Die zweite Hälfte der Strecke führte uns auf die R206, eine schmalere Straße als die N1, jedoch mit einer akzeptablen Geschwindigkeit von 90-100 km/h ebenso gut befahrbar. Der Verkehr war minimal, und die Straße erstreckte sich nahezu endlos bis zum Horizont. Diese Route führte uns durch eine karge Landschaft, in der Schafe weideten, obwohl es den Anschein hatte, dass es kaum Gras oder ähnliches für sie zu fressen gab. Überraschend waren auch zahlreiche Bushäuschen, die an Stellen auftauchten, wo keinerlei Anzeichen von Zivilisation zu erkennen waren.

Marokko endlos lange Strassen nach El Jadida
Marokko endlos lange Strassen

Tanken in Marokko und unerwartete Übernachtung

In einer Gegend mit nachlassender Tankstellendichte entschieden wir uns an einer OLA Tankstelle zu tanken, obwohl unser Tank noch zu drei Viertel gefüllt war. In Marokko ist es üblich, dass das Tanken vom Tankwart übernommen wird, und die Bezahlung direkt bei ihm in bar erfolgt. Die Dieselpreise variierten in den letzten Tagen zwischen 1,29 und 1,34 Euro (Stand 2024). Während des Tankvorgangs warfen wir einen Blick auf Park4Night, um einen geeigneten Übernachtungsort zu finden. Überraschenderweise befanden wir uns bereits an einem eingezeichneten Spot, nämlich der Tankstelle. Um sicherzugehen, fragten wir dennoch beim Tankwart nach, der lächelnd sein okay gab.

Der Abend neigte sich dem Ende zu, und unser Plan war es, die verbleibenden 35 km zu den Ouzoud-Fällen am nächsten Morgen entspannt zurückzulegen. Doch gegen 20:00 Uhr parkte plötzlich ein Auto mit bunten Lichtern direkt vor unserer Motorhaube – die Gendarmerie. Freundlich erkundigten sie sich nach unserem Wohlbefinden, um uns dann mitzuteilen, dass dieser Ort nicht sicher sei. Sie empfahlen uns, zum Campingplatz bei den Ouzoud-Fällen zu fahren. Im Dunkeln einen Campingplatz zu finden und darauf zu fahren ist jedoch nur zu empfehlen, wenn man die Location kennt und sich dort auskennt. Fahrzeugschäden sind sonst vorprogrammiert. Doch glücklicherweise hatte Park4Night eine Alternative parat: ein großer Parkplatz oberhalb von Ouzoud, leicht zu finden, geräumig und eine ruhige Nacht versprechend.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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