Kroatien

Peruka See – frei stehen bei 40 Grad

Für uns ist es zu heiß und hofften auf etwas Abkühlung

Am Perucko Jezero standen wir schon einmal frei und fahren nach einem kurzen Abstecher vom Blue Eye wieder zum Peruka See. Dieses mal aber am anderen Ende vom Stausee, der für die Trinkwasserversorgung und Kühlwasser fürs Kraftwerk dient. Auch diesen Platz haben wir über Park4Night gefunden. Es waren knapp 40 Grad und die Fahrt über die enge Straße war mit der Klimaanlage erträglich. Am See angekommen und dem parken unter einem großen Baum, der Schatten spendet, kam der Hitzeschock beim Aussteigen auf uns zu. Diese Temperatur sind wir einfach nicht gewöhnt, aber der Schatten von den Bäumen machte es etwas erträglicher.

Frei stehen am Peruka See
Frei stehen am Peruka See

Typischer Grill, um Spanferkel zu grillen

War das hier eine Stelle, die für ausgedehnte Grillabende genutzt wird? Die Lage war jedenfalls perfekt und das Fahrzeug war von der Straße aus nicht zu sehen. Ab und zu kam ein Auto und es scheint, als wenn die Stelle für Liebespaare ein beliebter Treffpunkt ist. Aber alle waren nett und grüßten uns, generell haben wir die Kroaten als freundlich kennengelernt. Leider stand auch hier Unrat herum. Wie ein Krankenhausbett hierhin kommt, bleibt für uns ein Rätsel.

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Zur Abkühlung ging es ab und zu ins Wasser, das relativ trüb war und leicht modrig roch. Aber die Abkühlung hielt nicht lange an. Trotzdem erkundete ich die Gegend und kam nach ein paar Meter zu einem kleinen Friedhof, der verwildert war. Viele Grabsteine waren umgefallen und das Aussehen erinnerte an einen Jüdischen Friedhof. Die Kapelle war offen und das Dach leicht eingestürzt. Das war für mich als Lost Place Fotograf genau das richtige.

Abends kam ein Bauer mit seinem alten Traktor vorbei. Er hatte auf dem Anhänger 3 Fässer, die je 1000 Liter fassen, die er mittels einer Benzinpumpe aus dem See füllte. Auch wenn ich kein Kroatisch kann, suchte ich das Gespräch mit ihm. Da wir frei standen, fragte ich, ob es hier schon einmal Probleme gab. Nein, hier könnt ihr stehen bleiben und die Polizei kommt hier auch nicht vorbei.

Es ging vorbei an Lavendelfelder

Der Bauer sagte mir auch, dass es für Anfang Juli heuer viel zu heiß ist und auch für uns Kroaten zu viel ist. Deshalb brauche auch das Wasser aus dem See, sonst wäre meine Ernte kaputt. Wir packten unsere Sachen zusammen und fuhren 31 km Richtung Süden zur Quelle Izvor Graba.

Diese zufälligen Funde während einer Fahrt im Urlaub sind genau die Momente, die ich schätze. Lavendelfelder habe ich noch nicht so oft gesehen, weshalb ich auf der Straße angehalten habe, um ein paar Fotos zu machen. Nur 2 km weiter im Dorf 21233, Donji Bitelić lag die Ernte gleich neben der Hauptstraße und das ganze Dorf roch nach Lavendel.

Die Zufahrt zur Izvor Graba Quelle war für unser Fahrzeug zu eng

Die Straße bzw. der Weg zur Quelle war einspurig und hofften, dass kein Auto entgegenkommt. Gut 200 Meter vor der Quelle war für unser Fahrzeug Endstation und mussten bei einer Fischzucht umdrehen. Mit einem 7,80 Meter langen Fahrzeug glich es auf einer Briefmarke zu drehen. Wir essen gerne Fisch, weshalb nicht gleich beim Fischer frisch geschlachtete Forellen kaufen? Diese waren zwar etwas klein, aber der Preis war für uns Deutsche ein Schnäppchen.

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.
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