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Paulbauernhof

Paulbauernhof Wohnmobilstellplatz

Zum Hofladen vom Paulbauernhof und Campen mit dem Wohnmobil

Der 14 tätige Winterurlaub neigt sich dem Ende, weshalb wir Stück für Stück näher an die Heimat fahren. Heute sollten es 125 km vom Campingplatz St. Michael im Lungau zum Paulbauernhof nach 83416 Saaldorf-Surheim sein. Das bedeutet, dass wir heute über die historische Brücke in Laufen fahren, und Deutschland erreichen.

Da wir aktuell einen Wechsel der Navi App vornehmen wollen und von Sygic LKW zu POIbase wechseln wollen, musste es heute beweisen, was es kann. In der App ist nämlich auch die Datenbank von Stellplatz.info enthalten, in der wir auch diesen Stellplatz gefunden haben. Wir werden aber beide Apps auf dem Tablet installiert lassen, weil wir Sygic LKW gekauft haben und es kein Abomodell hat. Einzig gibt es nach 3 Jahren Nutzung keine Kartenupdates mehr.

Die Fahrt ging locker der B20 bis hinter Saaldorf-Surheim. Dort sollten wir links abbiegen und die letzten 1,5 km bis zum Hof fahren. Es ging über einen schmale geteerten landwirtschaftliche Straße, bis wir zu einer Brücke für Fahrzeuge mit höchstens 3 Meter kamen. Jetzt war erst einmal anhalten angesagt, denn unser Hymer ML-T 620 war lt. KFZ Schein 2,85 Meter hoch. Ob hier auch die Sat-Schüssel mitzählt? Wir waren uns nicht sicher, weshalb meine Frau ausstieg und mir immer wieder ein Zeichen gab, während ich durch die Brücke fuhr. Es war knapp, aber es ging und gleich hinter der Brücke war auch unser Ziel.

Paulbauernhof

Der erste Test von POIbase war nicht gut

Wir sahen uns auf Google Maps die Route an, welche wir eben gefahren waren. Es war zwar die kürzeste, aber die schlechteste Strecke, obwohl wir in der App die Abmessungen vom Fahrzeug eingegeben hatten. Ich gebe immer ein paar Zentimeter mehr ein, damit wir auf der sicheren Seite sind. Die Route hätte durch Freilassing nach Saaldorf-Surheim führen müssen. Aber egal, wir waren am Ziel angekommen.

Beim Aussteigen sprach uns ein Mann an, dass wir dort hinten hinfahren müssten. Er war nicht der Besitzer, wohnt aber schon Monate in seinem Fahrzeug auf dem Platz. Es wäre schon okay, wenn wir uns ohne anmelden hinstellen, der Besitzer würde irgendwann mal vorbeikommen. Also einen ebenen Platz ausgesucht und die große Brennenstuhl Kabeltrommel mit ihren 40 Metern ausgepackt. Die Steckdose war bestimmt 25 – 30 Meter entfernt. Spätestens jetzt waren wir froh so ein langes Kabel dabei zu haben, denn der Strom kostete nur 3 Euro zzgl. der 10 Euro Stellplatzgebühr. Da können wir unser Wasser zum Duschen mit Strom erwärmen und auch heizen.

Dauercamper als Coronaleugner

Neugierig unterhielten wir uns mit dem Dauercamper, der mit seinem kleinen Hund schon ein paar Monate hier steht. Er war mal LKW Fahrer und ist ausgestiegen. Er steht mit seinem integrierten Wohnmobil gleich neben dem Blockbohlenhaus, in dem er bestimmt 10 Gasflaschen gebunkert hatte. Diese Hütte mit einer Feuerstelle davor darf vermutlich auch von den Gästen zum Feiern benutzt werden. Nicht nur deshalb bekommt der Platz eine Empfehlung von uns. Denn der Bauernhof ist das letzte Haus im Dorf und somit bis auf das Bahngleis, das in nur ein paar Meter vorbeiführt, recht ruhig. Wir haben uns an dem Zug der ab und zu vorbeifährt nicht gestört.

Der offene Kuhstall vom Paulbauernhof ist nur 15 Meter von unserem Fahrzeug, das uns gut gefallen hat. Denn wir stehen zu gerne auf Bauernhöfen als Abwechslung zum Stadtleben. Deshalb geht unser Rundgang auch immer zu den Tieren in den Stall, sofern es erlaubt ist. Mit einem Schmunzeln haben wir das Schild „Blumen pflücken verboten“ gelesen, weil nur eine ausgetrocknete Sonnenblume dort stand.

Hinein in den Hofladen

Am nächsten Morgen ging es ans bezahlen, erreichten aber den Jungbauern nicht – er hatte tags zuvor eine ausgelassene Geburtstagsfeier. Aber der Senior – übrigens ein ganz netter Mann, knöpfte uns die Stellplatzgebühr ab. Geschäftstüchtig lockte er uns in den Hofladen, den wir eh besuchen wollten und verkaufte uns leckeren Käse. Geschäftstüchtig auch deshalb, weil vor dem Laden ein Brotbackautomat aufgestellt werden soll. Denn direkt am Hofladen geht ein bekannter Wanderweg vorbei, der im Sommer intensiv genutzt wird und er auf gute Umsätze hofft.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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