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Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife: Unser Erlebnis im Hunsrück

Start der Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife

Direkt am Start der Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife haben wir unser Wohnmobil abgestellt. Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu, und eine Wanderung war an diesem Abend nicht mehr drin. Stattdessen nutzten wir die Zeit, um uns über den Weg zu informieren: gut 12 Kilometer lang, abwechslungsreich mit Wiesen, Wäldern, kleinen Bachläufen und alten Gemäuern. Für uns genau das Richtige für eine ausgedehnte, aber nicht zu anstrengende Tour. Noch während wir dort standen, kamen andere Wanderer zurück, verschwitzt, aber glücklich. Die Vorfreude wuchs.

Kurze Variante bei Sommerhitze

Alternativroute: Entspannt durch die Natur

Am nächsten Tag war es dann so warm, dass wir uns entschieden, nur eine verkürzte Version der Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife zu laufen. Statt der gesamten 12 Kilometer wählten wir eine etwa 6 Kilometer lange Runde – genau richtig für heiße Sommertage. So konnten wir uns bewegen, ohne dabei zu sehr ins Schwitzen zu geraten. Unser Tempo war gemächlich. Wie so oft ließen wir uns treiben, schauten nach links und rechts, blieben bei interessanten Pflanzen oder seltsam aussehenden Pilzen stehen.

Die gut ausgeschilderte Route führte uns zuerst über Feld und Wiese. Der Weg war breit, gepflegt und mit kleinen Markierungen ausgestattet, die auch ohne GPS den Verlauf gut erkennbar machten. Schon bald tauchten wir in ein schattiges Waldstück ein. Hier war es angenehm kühl. Die Bäume waren teilweise mit dickem Moos überzogen, und auf einigen Felsen entdeckten wir kleine Steinpyramiden, liebevoll von anderen Wanderern gestapelt.

Begegnungen und Entdeckungen unterwegs

Natur trifft Kultur

Besonders reizvoll an der Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife fanden wir die kleinen kulturellen Elemente am Wegesrand. Immer wieder stießen wir auf Sitzgelegenheiten mit religiösen Steinen oder kunstvoll gearbeiteten Holzbänken. Wir überquerten eine charmante Holzbrücke, die uns in ein weiteres Waldstück führte. Dort ging es bergauf, nicht zu steil, aber merklich. An einem Schild mit Informationen über heimische Fischarten – vermutlich leb(t)en diese im zuvor überquerten Bach – bogen wir links ab.

Was uns besonders freut: Wenn man unterwegs auf Relikte vergangener Zeiten trifft. Ein altes, verfallenes Gebäude mit moosbedecktem Dach, eine alte Brücke ohne Asphalt, auf der statt Reifen heute Gras wächst – das sind die Orte, an denen wir die Kamera zücken und uns Zeit nehmen. Solche Orte haben wir auch bei der Höckerlinienweg-Wanderung genossen.

Wissenswertes am Wegesrand

Wenig später kamen wir an mehreren Infotafeln vorbei, die über heimische Baumarten informierten. Hier machten wir eine kurze Pause mit schönem Ausblick über die Hügellandschaft, allerdings ohne Schatten. Im trockenen Boden fiel uns ein kleines Loch auf, aus dem beständig Wespen ein- und ausflogen. Vorsichtig näherten wir uns, um ein Foto zu machen – aus sicherer Entfernung.

Unterirdisches Wespennest entdeckt

Das Nest bestand aus einer papierartigen Masse, sichtbar am Eingang. Wahrscheinlich handelte es sich um ein Nest der Gemeinen Wespe oder Deutschen Wespe (Gattung Vespula), die oft unterirdisch bauen – z. B. in verlassenen Mäuselöchern oder an Böschungen. Vorsicht war geboten, denn gerade im Spätsommer reagieren diese Insekten empfindlich auf Erschütterungen und Annäherungen.

Tierreiche Umgebung

Der weitere Weg führte uns an einer Koppel vorbei, auf der mehrere Pferde grasten. Solche Begegnungen sind immer wieder schön, gerade wenn die Tiere neugierig näherkommen und einen beschnuppern. Kurz vor dem Dorf nutzten wir den schattigen Bereich eines alten Brunnens für eine letzte Rast. Dort ließen wir die Wanderung langsam ausklingen.

Fazit zur Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife

Die Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife ist eine hervorragend ausgeschilderte, abwechslungsreiche Wanderung durch Felder, Wiesen und Wälder. Sie bietet nicht nur landschaftliche Vielfalt, sondern auch kulturelle Elemente und zahlreiche kleine Entdeckungen am Wegesrand. Ob man die gesamte Runde oder nur einen Teil davon geht, bleibt jedem selbst überlassen – beide Varianten sind lohnenswert.

Für heiße Tage bietet sich eine verkürzte Tour an, bei kühleren Temperaturen ist die komplette Schleife ideal, um sich auszupowern und dabei die Natur intensiv zu erleben. Uns erinnerte sie streckenweise an die Saarschleife Tafeltour mit ihren schön angelegten Wegen und Aussichten.

Tipps für Wanderer

Beste Jahreszeit

Die Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife eignet sich besonders im Frühjahr und Herbst. Der Sommer kann je nach Wetterlage zu heiß werden, bietet aber durch die waldreichen Abschnitte auch Schatten. Der Winter ist nur bei trockener Witterung zu empfehlen.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe sind Pflicht, besonders wenn man auch mal abseits des Weges unterwegs sein möchte. Wer Pflanzen und Tiere entdecken will, sollte eine Kamera oder ein Smartphone mit Zoom-Funktion mitnehmen. Und wie immer: Wasser nicht vergessen.

Unser Fazit

Wir werden die Traumschleife Ruwer Hochwald Schleife sicher noch einmal komplett gehen, wenn das Wetter mitspielt. Für uns war sie trotz der verkürzten Route ein echtes Highlight. Wer Natur, leichte Anstiege und kleine kulturelle Extras mag, wird hier seine Freude haben. Auch Familien mit Kindern finden hier eine gut begehbare Strecke.

Wenn dir diese Art von Wanderung gefällt, wirf gerne auch einen Blick auf unsere Wanderung zum Schiesseltümpel.

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