Gertelbach Wasserfälle

Gertelbach Wasserfälle – unsere Wanderung durch die Schlucht

Gertelbach Wasserfälle – Eine der schönsten Wanderungen der letzten Monate

Die Gertelbach Wasserfälle gehören definitiv zu den beeindruckendsten Naturzielen, die wir in den letzten Monaten besucht haben. Als wir die Wanderung planten, wählten wir bei Komoot eine Strecke von rund 9 Kilometern aus. Auf dem Papier klang das machbar, doch mit etwa 400 Höhenmetern und einzelnen Abschnitten mit Steigungen von bis zu 22 % war klar, dass es eine anstrengendere Tour werden würde. Startpunkt war der Parkplatz beim Wiedenfels-Aussichtspunkt. Dieser liegt perfekt direkt am Wanderweg, hat aber nur sehr eingeschränkten Internetempfang, was die Navigation unterwegs erschwerte. Trotzdem ist die Lage ideal, um loszugehen.

Der Einstieg – Waldwege und Moosfelsen

Zu Beginn verlief die Wanderung über sanfte Waldwege, die von moosbewachsenen Felsen gesäumt waren. Die Luft war klar, das Lichtspiel zwischen den Bäumen wunderschön, und schon hier spürte man die besondere Atmosphäre dieser Gegend. Der erste Abschnitt war noch angenehm ruhig, sodass wir uns gut auf die bevorstehende Strecke einstellen konnten. Schon nach kurzer Zeit erreichten wir den Gertelbach. Sein Lauf schlängelt sich über kleine Felsenstufen, die viele kleine Wasserfälle bilden, die in der Sonne glitzern. Der Bach und das umgebende Grün machten den Einstieg in die Wanderung sofort zu einem Erlebnis.

Jede Menge Fotomotive

Als Hobbyfotograf könnte man hier Stunden verbringen, ohne dass es langweilig würde. Überall entdeckten wir neue Motive: moosbewachsene Steine, kleine Wasserfälle, Sträucher und Farne, die wie natürliche Dekorationen wirkten. Jede Kurve des Bachlaufs eröffnete eine neue Perspektive, und schon jetzt wurde klar, dass diese Wanderung zu den schönsten gehört, die wir in den letzten Monaten unternommen haben.

Abwärts zum Wasserfall – die Schönheit genießen

Der Weg führte uns stetig bergab, mal über kleine Holzbrücken, mal über steile Stufen, die den Abstieg spannend und abwechslungsreich machten. Immer wieder hielten wir inne, um die Szenerie zu betrachten. Die Gertelbach Wasserfälle selbst sind ein wahres Naturjuwel: kristallklares Wasser stürzt über die Felsen und erzeugt kleine Sprühnebel, die das Licht brechen und Regenbögen zaubern können. Die frühe Startzeit zahlte sich aus – es waren kaum andere Wanderer unterwegs, sodass wir die Geräusche des Baches und die Stille des Waldes ungestört genießen konnten.

Die Vegetation war üppig, und vereinzelt entdeckten wir Pilze, die wir bewusst stehen ließen. Überall wuchsen Farne, Blaubeersträucher und andere typische Schwarzwaldpflanzen, die den Weg besonders reizvoll machten. Man spürte, dass diese Wanderung nicht nur landschaftlich, sondern auch biologisch sehr interessant wird.

Ebenes Stück und der steile Aufstieg

Nach einer Weile erreichten wir eine kleine Fischzucht. Hier verlief der Weg ein Stück weit eben und es bot sich die Gelegenheit, kurz zu verschnaufen. Doch nach dieser Pause wartete die eigentliche Herausforderung: ein Anstieg von etwa 1,5 bis 2 Kilometern Länge mit bis zu 22 % Steigung. Wir gingen langsam und in kurzen Etappen, hielten immer wieder an, um die Kraft zu schonen, und genossen dennoch die Umgebung. Auch wenn der Weg etwas eintönig durch den Wald verlief, wusste man, dass sich die Mühe lohnen würde.

Herta Hütte und der alpine Abschnitt

Oben angekommen, erreichten wir die Herta Hütte. Hier öffnete sich die Landschaft und bot wunderschöne Ausblicke. Direkt nach der Hütte wartete eine kleine Herausforderung: eine senkrechte Felswand von etwa zwei Metern Höhe, die geklettert werden musste. Diese Stelle machte die Wanderung spannend und brachte ein kleines Erfolgserlebnis mit sich. Danach führte der Weg über einen abwechslungsreichen Pfad, gespickt mit Aussichtspunkten, von denen man die umliegende Natur in vollen Zügen genießen konnte.

Dieser Abschnitt war mindestens genauso schön wie der Weg entlang der Gertelbach Wasserfälle. Immer wieder konnten wir andere kleinere Wasserläufe und Felsen entdecken, die dem Wanderweg einen fast alpinen Charakter verliehen.

Begegnungen und Naturbeobachtungen

Wir trafen unterwegs einige andere Wanderer, die uns erzählten, dass die Gegend besonders im Sommer stark frequentiert sei. Glücklicherweise waren wir früh unterwegs, sodass wir die Wanderung fast ungestört genießen konnten. Immer wieder begegneten wir Eichhörnchen und Vögeln, die neugierig die Wanderer beobachteten. Die Flora und Fauna rund um die Gertelbach Wasserfälle ist unglaublich vielfältig. Man findet Farne, Blaubeersträucher und viele Moosflächen, die die Steine und Baumstämme wie einen grünen Teppich überziehen. Wer danach Lust auf weitere Wanderungen hat, kann den Weg in Richtung Monbachschlucht Bad Liebenzell verlängern, ein weiterer Ort mit beeindruckenden Schluchten und Wasserfällen.

Der Rückweg – lohnenswerte Anstrengung

Der Rückweg führte uns wieder hinauf zum Parkplatz am Wiedenfelsen. Die Steigungen waren anspruchsvoll, aber die Pausen unterwegs halfen, die Kräfte zu schonen. Es lohnt sich wirklich, die gesamte Runde zu gehen, anstatt nur die Gertelbach Wasserfälle hinab und wieder hoch zu laufen. Wir hatten diese Variante kurz überlegt, aber die Entscheidung für die vollständige Runde war goldrichtig. Die Anstrengung wird reich belohnt durch die abwechslungsreiche Natur, die Aussichtspunkte und die idyllische Stimmung entlang des Baches.

Wer Lust auf noch mehr Wanderungen hat, dem sei auch die Tour zum Hesselberg empfohlen. Ebenfalls abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll, aber mit anderen Highlights.

Fazit – unvergessliche Naturerlebnisse

Die Wanderung zu den Gertelbach Wasserfälle ist anspruchsvoll, aber absolut lohnenswert. Der Mix aus steilen Anstiegen, gemütlichen Waldwegen, zahlreichen Aussichtspunkten und den vielen kleinen Wasserfällen macht die Tour abwechslungsreich und spannend. Fotografen kommen voll auf ihre Kosten, aber auch Wanderer, die einfach die Natur genießen möchten, werden begeistert sein.

Für uns war diese Wanderung eine der schönsten in den letzten Monaten. Die 9 Kilometer, die 400 Höhenmeter, die abwechslungsreiche Landschaft und die beeindruckenden Wasserfälle sorgten für ein unvergessliches Naturerlebnis. Wer die Gertelbach Wasserfälle besuchen möchte, sollte genügend Zeit einplanen, früh starten und festes Schuhwerk tragen – es lohnt sich auf jeden Fall.

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