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Die perfekte Waschlösung auf Reisen
Tinywash im Wohnmobil ist für uns inzwischen unverzichtbar geworden. Wer viel unterwegs ist und dabei autark stehen möchte, kennt das Problem: Schmutzwäsche sammelt sich schnell, Waschsalons sind oft schwer zu finden oder hygienisch fragwürdig – ganz zu schweigen von den Zusatzkosten. Deshalb haben wir direkt nach dem Kauf unseres Carthagos Liner for two 53L die Entscheidung getroffen, die tinywash Waschmaschine ohne IN-Line-Pumpe professionell einbauen zu lassen. Eine der besten Investitionen, die wir für unser mobiles Zuhause getroffen haben – vor allem, weil wir die Vorteile so von Anfang an nutzen können.



Was macht die tinywash im Wohnmobil so besonders?
Kompakt, leise und effizient
Mit einer Schleuderzahl von 700 Umdrehungen pro Minute ist die tinywash nicht nur besonders vibrationsarm, sondern auch extrem leise. Selbst nachts stört der Betrieb kaum – ein riesiger Vorteil, wenn man in ländlichen Regionen oder auf Stellplätzen mit Ruhezeiten unterwegs ist.
Flexible Montage in der Heckgarage
In unserem Fall wurde die tinywash in der Heckgarage auf einem geklemmten Gestell (Montage-Kit des Herstellers) befestigt – ganz ohne Verschraubung. Das hat den Vorteil, dass wir sie jederzeit einfach herausnehmen können, wenn wir etwa an die dahinterliegende Alde-Heizung oder die Frischwasserpumpe müssen.


Einfache Integration durch vorhandene Infrastruktur
Dank unserer Außendusche mit Warm- und Kaltwasser in der Heckgarage war der Installationsaufwand gering. Der Strom kommt über unseren 1800 W Wechselrichter, gespeist aus den Lithium-Batterien. Bei der Warmwasserzufuhr können wir je nach Wetterlage flexibel entscheiden, ob wir über Solarstrom aufheizen oder das heiße Wasser der Alde-Heizung nutzen.
Waschmittel & Dosierung
Die tinywash verfügt über einen 400 ml Flüssigwaschmittelbehälter, der die Dosierung automatisch übernimmt – eine saubere Sache. Wer möchte, kann diesen auch deaktivieren und das Waschmittel seiner Wahl direkt zur Wäsche geben. Pulverwaschmittel wird vom Hersteller allerdings nicht unbedingt empfohlen.
Abwasserlösung mit zwei Optionen
Das Wasser wird entweder mithilfe einer IN-Line-Pumpe direkt in den Grauwassertank gepumpt oder alternativ über einen Schlauch in einen Eimer außerhalb des Wohnmobils geleitet. Wer sich anfangs für die Schlauchvariante entschieden hat, kann bei Bedarf später problemlos auf die IN-Line-Pumpe umrüsten.
Waschprogramme und Nutzererfahrung
Die tinywash bietet verschiedene Waschprogramme – von intensiv bis pflegeleicht. Unsere erste Wahl war das Quick-Programm zur erstmaligen Inbetriebnahme der Maschine, weil laut Hersteller das Flüssigwaschmittel erst in den Rohrleitungen verteilt werden muss. Das Waschergebnis war uns egal, wir wollten die volle Einsatzbereitschaft erzielen. Aber wenn es mal schnell gehen muss und die Sachen nicht hochgragig verdreckt sind, ist das Programm völlig ausreichend.
Hier geht es zu den TinyWash Erfahrungen – Unser ehrlicher Langzeittest im Wohnmobil
Sauberkeit und Hygiene: Mehr Kontrolle über die eigene Wäsche
Nie wieder dreckige Waschsalonmaschinen, in denen vorher womöglich Hundedecken gewaschen wurden. Mit der tinywash im Wohnmobil bestimmen wir selbst über Hygiene, Waschmittel und Sauberkeit – ein Punkt, den wir nicht mehr missen möchten.
Autarkes Waschen mit Solarstrom
Unsere 230 Liter Frischwasser, der 1800 W Wechselrichter sowie die Kombination aus 720 Watt Solar und Alde-Heizung machen das Waschen komplett unabhängig von Landstrom. Auch an bewölkten Tagen reicht unsere Batterie meistens für mehrere Waschgänge. Die Maschine verbraucht zwischen 0,2 und 0,4 kWh sowie 17–24 Liter Wasser je nach Programm – ein guter Kompromiss zwischen Effizienz und Sauberkeit.
Alternative Geräte und Entscheidungshilfe
Manche Wohnmobilisten setzen stattdessen auf günstigere Alternativen, etwa Haushaltswaschmaschinen von Candy oder das Modell Hava TO2, die preislich deutlich unter der tinywash liegen. Diese Geräte sind allerdings schwerer und größer, bieten dafür aber auch mehr Zuladung.
Auch muss die Frostsicherheit beachtet werden, welche bei der tinywash keine Rolle spielt, weil nirgends Wasser stehen bleibt. Die Maschine entleert sich vollkommen vom Wasser.
Für uns spielen weder Gewicht noch Kapazität eine entscheidende Rolle – wir wollten ein möglichst kompaktes, effizientes System, das gut in unser Fahrzeug passt. Auch die theoretische Möglichkeit, während der Fahrt zu waschen, war für uns kein Kriterium. Daher fiel unsere Wahl ganz bewusst auf die tinywash.
Nachhaltigkeit & Umweltbewusstsein
- kein zusätzlicher Spritverbrauch für den Weg zum Waschsalon
- geringerer Strom- und Wasserverbrauch als viele öffentliche Maschinen
- Möglichkeit zur Verwendung biologisch abbaubarem Waschmittel
- kein Verpackungsmüll durch Einweg-Waschmittelportionen
- keine Münzen, Karten oder Belege – einfach waschen und fertig
Was kostet die Freiheit? – Unsere Kostenrechnung
Anschaffung & Einbau
- Maschinenpreis: 1.169–1.239 € (je nach Modell und Farbe)
- Einbau (inkl. Material, Halterung, Strom- & Wasseranschluss): 1.000–1.300 €
- Gesamtpreis: ca. 2.400 € inklusive fachgerechtem Einbau
Monatliche Kostenersparnis
| Kostenfaktor | Waschsalon (monatlich) | Tinywash (jährlich) |
|---|---|---|
| Waschen ohne Trocknen (4x à 6 €) | 24 € | 0 € (Anschaffung bereits bezahlt) |
| Fahrtkosten (1x à 5 €) | 5 € | 0 € |
| Zeitaufwand (4×1,5 h) | 6 Stunden | 3 Stunden direkt am Fahrzeug |
| Gesamtkosten | ca. 29 € | ca. 2400 € Anschaffung + minimale Betriebskosten |
Amortisation
Wer monatlich rund 29 € für Waschsalons ausgibt, hat die Investition in ein paar Jahren – wieder drin. Wer häufiger wäscht oder zusätzliche Fahrkosten sparen kann, amortisiert noch schneller. Der größte Gewinn bleibt aber die Flexibilität und Hygiene unterwegs.
Rückblick: Warum wir keine Sekunde gezögert haben
Wir sind sehr froh, die tinywash direkt beim Wohnmobilkauf eingebaut zu haben. Statt jahrelang mit Wäschebeuteln durch Städte zu irren, genießen wir von nun an den Komfort, wann und wo wir wollen, waschen zu können. Für uns als Dauerreisende mit Fokus auf Freistehen und Naturerleben ein echter Gamechanger.
Hier findest du übrigens auch unseren Erfahrungsbericht über die 60-Liter-Unterflur-Gastanks von Carsten Stäbler.
Fazit: Wer wie wir viel unterwegs ist und Wert auf Hygiene, Komfort und Autarkie legt, trifft mit der Tinywash im Wohnmobil eine absolut lohnenswerte Entscheidung. Ob nun für Wäsche nach der Wanderung, verschmutzte Handtücher nach dem Strandtag oder einfach um unabhängig zu bleiben – die tinywash ist aus unserem mobilen Alltag nicht mehr wegzudenken.
