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TinyWash Trockner – ausführlicher Erfahrungsbericht

Heute haben wir zum ersten Mal ganz bewusst den TinyWash Trockner getestet.
Bisher sind wir unterwegs immer ohne Trockner ausgekommen, aber neugierig waren wir trotzdem, wie gut das System im Wohnmobilalltag funktioniert.

Ablauf des Tinywash Trockners

Nach dem normalen Waschgang startet man über das Menü die Dry-Funktion.
Standardmäßig schlägt die Maschine 120 Minuten Trocknungszeit vor.
Diese Zeit lässt sich zwar manuell verkürzen, für unseren ersten Test haben wir aber bewusst die Voreinstellung gewählt, um ein möglichst realistisches Ergebnis zu bekommen.

Zunächst wird die Wäsche noch einmal zusätzlich geschleudert, bevor die eigentliche Trocknung beginnt. Die TinyWash arbeitet mit einer Kondensationstrocknung. Dafür benötigt die Maschine kontinuierlich Wasser – dabei gilt:
je kälter das Wasser, desto effizienter die Trocknung.

In der Praxis bedeutet das, dass die Wasserpumpe regelmäßig alle paar Sekunden kurz anspringt, um Frischwasser nachzuführen. Man hört das deutlich, es bleibt aber insgesamt auf einem angenehmen Niveau.

Strom- und Wasserverbrauch

Am Wechselrichter konnten wir während der Trocknung einen Verbrauch von etwa 80 Ampere bzw. rund 1.100 Watt ablesen. Der Stromverbrauch liegt dabei mindestens bei etwa 70 Ah, teilweise auch darüber.

Eine exakte Messung ist schwierig, da vom Solardach parallel immer wieder etwas Strom eingespeist wurde. Der Verbrauch ist nicht dauerhaft konstant, bewegt sich aber überwiegend in diesem Bereich.

Auch der Wasserverbrauch ist nicht zu unterschätzen, da während der gesamten Trocknungsphase regelmäßig Frischwasser benötigt wird.

Beladung beachten

  • Waschen: bis zu 3,5 kg Wäsche
  • Trocknen: maximal 1,5 kg Wäsche

Das bedeutet, dass man entweder kleinere Mengen waschen oder die Wäsche nach dem Waschgang aufteilen muss, wenn man sie trocknen möchte.

Unser Fazit

Wir werden die Trocknerfunktion sehr selten bis gar nicht verwenden.
Bisher hat uns die Sonne zuverlässig geholfen – ganz ohne zusätzlichen Strom-
und Wasserverbrauch.

Im Test zeigte sich außerdem:
Kleidung aus Synthetik war gut trocken,
T-Shirts aus Baumwolle hingegen noch feucht.

Wenn man berücksichtigt, wie viel Strom und Wasser für die Trocknerfunktion benötigt werden, warten wir weiterhin lieber auf einen sonnigen Tag und einen geeigneten Stellplatz.

Tinywash im Wohnmobil: Waschkomfort wie zuhause