Inhaltsverzeichnis
Amazon Lieferprobleme – dieses Thema begleitet uns immer wieder, wenn wir auf Reisen etwas bestellen. Besonders als Vollzeitreisende im Wohnmobil ist es oft eine Herausforderung, wichtige Dinge rechtzeitig zu bekommen. Online-Bestellungen sind für uns unterwegs eine echte Erleichterung, doch manchmal gibt es auch kleine Abenteuer und Pannen.
In diesem Artikel möchten wir ausführlich von unserer letzten Erfahrung erzählen, bei der eine scheinbar simple Bestellung doch etwas komplizierter wurde, als gedacht. Gleichzeitig geben wir euch einen Einblick, wie wir mit solchen Situationen umgehen.
Warum wir überhaupt bestellt haben
Vor unserer Weiterreise nach Frankreich wollten wir uns noch mit ein paar Dingen eindecken, die wir in den nächsten Wochen brauchen, dort aber nicht so einfach bekommen. Amazon ist in solchen Situationen praktisch, denn man kann flexibel einen Abholort wählen. Besonders für uns Camper ist es nämlich wichtig, dass dieser Abholort mit einem großen Wohnmobil gut erreichbar ist. Also habe ich mir einen Shop ausgesucht, der Parkplätze bietet und nicht irgendwo in einer engen Innenstadt liegt. Soweit lief alles bestens.
Die unerwartete Verzögerung
Von der Vorfreude zur Ratlosigkeit
Doch dann begann das Drama: Am angekündigten Tag kam keine Zustellung. Auch am nächsten Tag nicht. Im Amazon-Konto stand lediglich, dass sich die Lieferung verzögert. Wir sind es gewohnt, dass mal etwas länger dauert, aber nach dem dritten Tag kam langsam Frust auf.
Irgendwann erschien die Meldung, dass das Paket „wahrscheinlich verloren gegangen ist“. Spätestens da war klar: Hier stimmt etwas nicht.
Die Ursache liegt im Detail
Während wir so langsam überlegten, ob wir die Bestellung stornieren, stellte sich heraus, dass der Laden, an den das Paket geliefert werden sollte, einfach im Urlaub war. Vierzehn Tage geschlossen – aber bei Amazon tauchte diese Info natürlich nicht auf. Für Kunden ist das ärgerlich, weil man sich auf die Angaben verlässt. Gerade für Reisende werfen Amazon Lieferprobleme schnell die gesamte Planung durcheinanderwerfen.
Wie wir die Zeit überbrückt haben
Gelassen bleiben unterwegs
Zum Glück hatten wir keinen festen Terminplan. Wir konnten die Amazon Lieferprobleme mit kleinen Wanderungen und auch mit ein paar Waschladungen in unserer tinywash Waschmaschine überbrücken. Gerade in solchen Momenten merkt man, dass Flexibilität unterwegs ein echter Vorteil ist. Wer aber knapp auf der Durchreise ist, für den kann eine solche Verzögerung schnell richtig ärgerlich werden.
Die Entdeckung mit Instagram
Wenn Google Maps nicht alles zeigt
Besonders kurios war, wie wir überhaupt herausgefunden haben, dass der Laden geschlossen war. Bei Google Maps standen ganz normal die regulären Öffnungszeiten. Kein Hinweis auf Urlaub, keine Änderung. Erst über eine gezielte Google-Suche landeten wir zufällig auf einer Instagram-Seite des Shops (wir selbst haben dort gar keinen Account), auf der stand, dass sie sich ein paar Tage Auszeit nehmen. Hätten wir das nicht zufällig entdeckt, wären wir komplett im Dunkeln getappt.
Hermes und die 10-Tage-Frist
Wichtige Info für Reisende
Ein weiteres Detail, das man als Reisender unbedingt im Hinterkopf haben sollte: Hermes bewahrt ein Paket maximal 10 Tage auf, bevor es zurückgeschickt wird. Wir können also froh sein, dass der Laden „nur“ noch 5 Tage im Urlaub war. Wäre es länger gewesen, hätte das Paket den Weg zu uns vermutlich nie gefunden und wäre direkt an den Absender zurückgegangen. Dass Amazon in solchen Fällen trotzdem diese Abholstationen vorschlägt, ist schwer nachvollziehbar.
Das Hermes-Tracking im Überblick
Trackingdaten unserer Sendung
Damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, wie die Sendung in unserem Fall verlief, hier eine Aufstellung der einzelnen Tracking-Meldungen. Sie zeigt recht deutlich, dass das Paket eigentlich seinen Weg machte – nur am Ende niemand da war, um es anzunehmen:
- Versendet mit Hermes
- Mittwoch, 17. September
konnten wir das Paket abholen - Freitag, 12. September – 8:05
Die Sendung ist auf dem Transportweg verspätet. Die Zustellung erfolgt möglicherweise verzögert. (TENINGEN, DE DE) - Donnerstag, 11. September – 3:44
Paket ist in der letzten Lieferstation angekommen (TENINGEN, DE DE) - Mittwoch, 10. September – 14:30
Sendung ist beim Verteilzentrum eingegangen. (HUECKELHOVEN, DE) - Mittwoch, 10. September – 12:11
Das Paket hat einen Amazon-Standort verlassen. (Krefeld, North Rhine-Westphalia DE) - Dienstag, 9. September – 19:13
Das Paket ist an einem Amazon-Standort eingetroffen. (Krefeld, North Rhine-Westphalia DE) - Dienstag, 9. September
Paket hat die Einrichtung des Versandunternehmers verlassen.
Was wir daraus gelernt haben
Vorsicht bei Abholstationen
Natürlich könnte man sagen: „Pech gehabt.“ Aber ganz so einfach ist es nicht. Wir verlassen uns unterwegs stark auf solche Dienste, und die Amazon Lieferprobleme sind sicherlich eher eine Ausnahme. Dass jedoch Läden mit Urlaubszeiten als Abholstationen angezeigt werden, ohne dass es einen Hinweis gibt, ist für Kunden unverständlich. Beim nächsten Mal werden wir sicher genauer nachforschen, bevor wir eine Abholstation wählen. Vielleicht hilft ein kurzer Blick auf Social Media oder ein Anruf beim Laden, um sicherzugehen, dass auch wirklich geöffnet ist.
Unser Fazit
Gelassenheit zahlt sich aus
Alles in allem war diese Episode ein kleiner Rückschlag, aber kein Drama. Dank unserer Flexibilität konnten wir die Zeit sinnvoll nutzen – mit Spaziergängen, wie bei der Wichtelpfad Wanderung, oder mit praktischen Dingen wie Wäschewaschen. Trotzdem zeigt es, dass eine Amazon Lieferung unterwegs nicht immer reibungslos klappt. Wichtig ist, gelassen zu bleiben und ein bisschen Improvisationstalent zu haben. Und manchmal lernt man sogar etwas Neues – in diesem Fall, wie wichtig es ist, die 10-Tage-Regel von Hermes zu kennen.
