Iveco Werkstatt

Reifendrucksensor Defekt beim Iveco Daily

Eine unerwartete Herausforderung

Reifendrucksensor Problem auf dem ersten Kilometer nach Kauf. Nach nur zwei Wochen mit unserem Carthago Liner for two 53L traten verschiedene Probleme auf. Eines der hartnäckigsten war ein Reifendrucksensor Defekt, den das Cockpit-Display meldete. Bei jedem Motorstart piepste es aus allen Ecken, was auf Dauer ganz schön nervig sein kann. Da wir dieses Problem nicht selbst lösen konnten, vereinbarte ich einen Termin in der IVECO-Werkstatt Leidl in Oberkotzau.

Schon bei der Ankunft stellte sich heraus, dass unser Fahrzeug noch nicht einmal in der IVECO-Datenbank als verkauft hinterlegt war – eine notwendige Voraussetzung für Garantieansprüche. Hier vermute ich die Unwissenheit des Verkäufers, der sein erstes Wohnmobil auf Iveco Daily an uns verkauft hat. Der Mitarbeiter suchte die Ausstattung unseres Fahrzeugs in verschiedenen Programmen und druckte mir ein fünfseitiges Dokument mit allen Details aus. Perfekt, so habe ich Daten vom Fahrzeug, die in keiner Anleitung stehen. Wichtig war für uns z.B. die Info, dass die Lichtmaschine 220A hat und keine intelligente Lichtmaschine ist. Das ist wichtig, weil wir einen 90A Ladebooster verbauen lassen wollen.

Werkstattarbeiten im Freien

Da alle Werkstattplätze belegt waren und das Wetter ideal war, entschieden wir uns für die Reparatur im Freien. Der Mechaniker startete mit einem ungeplanten Update für die Luftfederung der Hinterachse. Währenddessen fiel ihm auf, dass im Motorraum eine Rohrleitung lose war – sämtliche Schrauben fehlten! Zudem sicherte er einige Schläuche mit Kabelbindern. Ich war sofort beeindruckt von seiner Gründlichkeit.

Fehlersuche am Reifendrucksensor

Nachdem der Fehlerspeicher ausgelesen wurde, setzte der Mechaniker die Fehlermeldung des Reifendrucksensor Defekts zurück. Anschließend kontrollierten wir alle Reifendrücke. Laut einer Tabelle, die ich im Internet gefunden hatte, sollten sie wie folgt eingestellt sein:

  • Vorderachse: 5,0 Bar
  • Hinterachse: 4,5 Bar

Der Mechaniker erklärte mir, dass der Reifendrucksensor erst nach mehreren Kilometern Fahrt und bei über 60 km/h zuverlässig funktioniert. Während der Testfahrt stieg der Druck an der Vorderachse durch die Erwärmung der Reifen von 5.0 Bar auf 5,5 Bar. An der Hinterachse hingegen veränderte sich der Druck nur von 4,5 Bar auf 4,6 Bar.

Austausch des defekten Sensors

Zurück in der Werkstatt war klar: Der Reifendrucksensor musste doch ausgetauscht werden. Glücklicherweise war genau ein passendes Ersatzteil auf Lager. Der Wechsel war jedoch aufwendiger, da der Sensor am Innenreifen der Zwillingsbereifung saß. Der Reifen musste also von der Felge.

Der Reifendruckkontrollsensor muss vor dem Einbau mit einem geeigneten Diagnosegerät auf das jeweilige Fahrzeug programmiert werden. Eine Verwendung ohne Programmierung ist nicht möglich.

Zusätzlich gab es immer wieder Probleme beim Anmelden des Fahrzeugs im IVECO-System, um die Kalibrierung der Reifendrucksensoren abzuschließen. Nach vier Stunden war es endlich geschafft: Alle Reifendrucksensoren funktionierten wieder einwandfrei, und ich hatte das Gefühl, in dieser Werkstatt bestens aufgehoben zu sein.

Ein handschriftlicher Zettel als Erinnerung

Zum Abschluss drückte mir der Mechaniker noch einen handgeschriebenen Zettel mit der Partnummer des Reifendrucksensors in die Hand. Diesen solle ich gut aufheben, da er für eine mögliche nächste Kalibrierung benötigt werde. Hier frage ich mich: Warum kann diese Nummer nicht direkt im Iveco-Daily-System meines Fahrzeugs hinterlegt werden? Nun gut, ich werde den Zettel sicher aufbewahren – man weiß ja nie!

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Unser Weg zum Carthago Liner for two 53L