Geroldsauer Wasserfall

Geroldsauer Wasserfall – Wandern im Schwarzwald

Ein Naturparadies im Norden des Schwarzwalds

Der Geroldsauer Wasserfall ist eines jener Ausflugsziele, die man einfach gesehen haben muss, wenn man im Schwarzwald unterwegs ist. Schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis: dichte Wälder, rauschende Bäche und ein Wanderweg, der größtenteils im Schatten liegt. Wir haben uns bewusst einen Montag ausgesucht, um dem Wochenendtrubel zu entgehen. Denn gerade am Wochenende ist an den Parkplätzen die Hölle los – so sehr, dass sogar Ausweichparkplätze geöffnet werden müssen, um dem Ansturm gerecht zu werden.

Der Vorteil unseres Zeitplans: Wir standen ganz alleine vor dem Wasserfall, konnten das Rauschen und die Kühle des Wassers ohne jede Ablenkung genießen. Offiziell ist der Zugang nur von der Brücke möglich, doch man sieht deutlich, dass einige Besucher die Absperrung überwinden, um näher heranzukommen. Für uns war die Aussicht von oben völlig ausreichend – schließlich will man die Natur respektieren.

Start der Wanderung

Bergauf zum Wasserfall

Unsere Wanderung beginnt mit einem moderaten Anstieg. Schon nach wenigen Minuten hören wir das stetige Rauschen des Wassers, das den Geroldsauer Wasserfall ankündigt. Es ist ein wohltuendes Gefühl, Schritt für Schritt näherzukommen und schließlich den Blick auf das tosende Wasser zu erhaschen.

Schattenreiche Wege

Besonders angenehm an dieser Wanderung ist, dass der gesamte Weg fast vollständig im Schatten verläuft. An einem heißen Sommertag ist das ein echter Segen. Mal führt der Pfad über kleine Holzstege, mal über schmale Brücken – alles wirkt sehr gepflegt, ordentlich und liebevoll angelegt. Genau diese Mischung macht den Reiz im Schwarzwald aus: Natur, die sich fast unberührt anfühlt, aber trotzdem zugänglich und sicher für Wanderer ist.

Begegnung mit Highland-Rindern

Nach einem kurzen Abstecher gelangen wir zu einer Wiese, auf der gemütlich Highland-Rinder im Schatten ihrer Hütte liegen. Sie sind die Ruhe selbst und lassen sich von den vorbeiziehenden Wanderern nicht stören. Ein schönes Beispiel dafür, wie Tierhaltung im Einklang mit der Landschaft aussehen kann. Für uns ist es immer ein Highlight, wenn eine Wanderung kleine Überraschungen wie diese Begegnung bereithält.

Das Wasserhaus am Rückweg

Auf dem Rückweg kommen wir an einem Wasserhaus der Stadtwerke vorbei. Dort fällt uns ein Becken auf, in dem das Wasser seltsam weiß aussieht. Natürlich konnte ich mir einen Kommentar nicht verkneifen und fragte einen Mitarbeiter scherzhaft, ob das Becken für Kleopatra sei. Es entwickelte sich ein kurzer, lustiger Austausch, bei dem er erklärte, dass regelmäßig ein Behälter gereinigt werden müsse und das Wasser morgen wieder klar sei. So entstehen kleine Anekdoten, die eine Tour noch erinnerungswürdiger machen.

Tipps für den Besuch des Geroldsauer Wasserfalls

Beste Zeit für die Wanderung

Wer den Geroldsauer Wasserfall in Ruhe erleben möchte, sollte – wie wir – lieber einen Wochentag wählen. Am Wochenende sind nicht nur die Parkplätze schnell gefüllt, sondern es herrscht regelrechter Andrang, der die Öffnung von Ausweichparkplätzen nötig macht. Früh am Morgen oder später am Nachmittag hat man ebenfalls gute Chancen, den Wasserfall fast für sich allein zu genießen.

Ausrüstung und Kleidung

Der Wanderweg ist nicht besonders anspruchsvoll, festes Schuhwerk ist aber trotzdem zu empfehlen. Vor allem nach Regenfällen können die Holzstege und Brücken etwas rutschig sein. Ein leichter Rucksack mit Wasser und vielleicht einer kleinen Brotzeit reicht vollkommen aus.

Weitere Ausflugsziele in der Nähe

Wer einmal im Schwarzwald unterwegs ist, kann die Tour wunderbar mit anderen Naturhighlights verbinden. So haben wir zuvor schon die Massendorfer Schlucht im Altmühltal besucht, die ebenfalls mit Holzstegen und einer wildromantischen Atmosphäre punktet. Auch der Hesselberg, den wir in einer anderen Wanderung erklommen haben, bietet herrliche Ausblicke – wenn auch außerhalb des Schwarzwalds.

Fazit unserer Wanderung

Der Geroldsauer Wasserfall hat unsere Erwartungen übertroffen. Es war nicht nur das imposante Schauspiel des herabstürzenden Wassers, sondern die gesamte Kombination aus Natur, Ruhe und kleinen Erlebnissen unterwegs. Die Highland-Rinder, der kühle Schatten, die sauberen Wege und selbst die humorvolle Begegnung am Wasserhaus – all das hat die Wanderung für uns unvergesslich gemacht.

Warum wir den Geroldsauer Wasserfall empfehlen

  • Der Weg ist leicht und auch für weniger geübte Wanderer gut machbar.
  • Das Naturerlebnis ist intensiv und ohne großen Menschenandrang – mit der richtigen Zeitplanung.
  • Die Kombination aus Wasser, Wald und kleinen Highlights am Wegesrand sorgt für Abwechslung.

Wenn man es geschickt plant, erlebt man den Geroldsauer Wasserfall fast alleine – und dann ist es ein Ort, der Magie versprüht. Für uns war es definitiv einer der schönsten Wasserfälle im Schwarzwald und eine Wanderung, die wir jederzeit wiederholen würden.

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