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Starlink im Wohnmobil

Warum wir uns gegen eine Powerstation für Starlink entschieden

Die Überlegungen im Vorfeld

Wir planten, für die Starlink Stromversorgung im Wohnmobil eine Powerstation zu kaufen. Nach gut einer Woche haben wir uns dagegen entschieden und wollen euch unsere Gründe und Überlegungen dafür nennen.

Der Energiebedarf von Starlink

Starlink benötigt 230 Volt und die können wir in unserem Wohnmobil mit dem 1800 Watt Wechselrichter realisieren. Ohne die Antennenheizung benötigt Starlink ca. 50 Watt. Diese wird benötigt, um Schnee auf der Antenne abzubauen. da wir im Moment nur in sonnigen Gegenden unterwegs sind, haben wir die Heizfunktion in den Einstellungen der Starlink App vorerst deaktiviert. Schalten wir jetzt den Wechselrichter an, haben wir einen Verbrauch von gut 120 Watt. Das liegt am Umwandeln des Stroms von 12 Volt auf 230 Volt, welches einen gewissen Verlust mit sich bringt.

Rechnet man nach, dann ist das eine ganze Menge. Unsere Lithiumbatterie würde das ca. zwei Tage mitmachen, wenn sie keinerlei Stromeinspeisung erhielte. Somit wären wir immer auf einen optimalen Solarertrag angewiesen.

Die Option des Umbaus auf 12 Volt

Es gibt im Internet jede Menge Anleitungen für einen Umbau von Starlink auf eine 12 Volt Lösung, die für uns aber nicht in Frage kommen und deshalb hier auch nicht weiter erläutert werden.

Die Alternative: Eine eigenen Stromversorgung für Starlink

Wir haben uns ja für die EcoFlow River Serie entschieden. Doch nach einer gründlichen Recherche und Abwägung von Kosten und Nutzung die Idee wieder verworfen.

Gründe gegen eine Powerstation für Starlink

1. Wir haben bereits 230 Volt im Wohnmobil

Mit unserem Wechselrichter haben wir bereits die Möglichkeit, 230 Volt im Wohnmobil zu erzeugen. Das macht den Kauf einer zusätzlichen Powerstation eigentlich überflüssig.

2. Vermeidung von zusätzlichem Gewicht

Ein weiterer Faktor, der gegen die Powerstation spricht, ist das zusätzliche Gewicht, das sie mit sich bringt. Bei unseren Reisen ist jedes Kilogramm entscheidend, und wir versuchen, unser Equipment möglichst schlank zu halten.

3. Kostenersparnis bei der Anschaffung

Die Powerstation hätte nicht nur Platz, sondern auch Geld in unserem Budget beansprucht. Da wir bereits über einen Wechselrichter verfügen, sehen wir die Anschaffung einer weiteren Stromquelle als unnötige Ausgabe.

4. Platzmangel im Wohnmobil

Die Powerstation hätte nicht überall Platz gefunden. In einem begrenzten Raum, wie dem Wohnmobil, ist die optimale Raumausnutzung entscheidend, und eine zusätzliche Powerstation würde wertvollen Stauraum belegen.

Wieso haben wir uns gegen eine EcoFlow River entschieden?

Nachdem ich mir viele gute Videos zu der EcoFlow River Serie angesehen habe, hatte sich die Anschaffung für uns erledigt. Auch die River Serie hat einen großen Leistungsverlust bei der Umwandlung, weshalb von den 512 Wh nur ca. 440 Wh übrig bleiben. Besonders störend ist auch der Lüfter, der schon bei ca. 50 Watt Leistungsabgabe anspringt und sehr laut sein soll.

Die begrenzte Nutzung von Starlink

Bedenken muss man auch, dass wir Starlink nicht den ganzen Tag brauchen. Auf dem Campingplatz Area Camper La Ermita nutzen wir Starlink von früh bis Abend. Geht unsere Reise nach der Überwinterung weiter, wird sich die Nutzung auf ein paar Stunden pro Tag reduzieren. Mit unserem Solarertrag kommen wir dann gut mit unserem Strom aus. An einem sonnigen Tag haben wir einen Ertrag von 35 – 38 Ampere in der Stunde. Es wird aber auch bedeckte Tage geben, an denen kaum Strom reinkommt.

Die Entscheidung für die vorhandene Technik

Daher haben wir durch die Recherche im Internet Erfahrungen gesammelt und Geld gespart. Wir werden die vorhandene Technik im Wohnmobil nutzen und unseren 1800er Wechselrichter verwenden. Auch wenn wir durch die Umwandlung von 12 Volt auf 230 Volt einen größeren Leistungsverlust haben, macht es doch Sinn die vorhandene Technik zu nutzen.

Die Investition in eine zweite Lithium Batterie

Unsere Reise wird in Zukunft auch in Länder gehen, in denen nicht von früh bis Abend die Sonne scheint. Deshalb investieren wir lieber in eine zweite Lithium Batterie, um schlechte Tage zu überbrücken.

Insgesamt haben wir uns nach reiflicher Überlegung gegen die Anschaffung einer Powerstation für Starlink entschieden. Die bestehende Infrastruktur in unserem Wohnmobil, kombiniert mit der begrenzten und variablen Nutzung von Starlink, sowie die Überlegung zur Gewichtsersparnis und Kostenoptimierung, haben uns zu dieser Entscheidung geführt.

Update zum Artikel:

Wir haben uns doch eine Powerstation EcoFlow River 2 Max gekauft. Die Gründe dafür könnt ihr in Starlink mit einer Powerstation im Wohnmobil nachlesen.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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