Deutschland

Wandern in Gößweinstein

Mit dem Wohnmobil campen und zur Paulinenhöhe wandern

Wir waren mit unserem Wohnmobil im Klumpertal unterwegs, das nur 10 km von Gößweinstein entfernt liegt. Es ist Samstag und das heutige Motto heißt „Wandern in Gößweinstein“. Wir haben in verschiedenen Reiseführern und Reiseblogs darüber gelesen. Das Wetter war zwar durchwachsen, aber mit der passenden Kleidung sind wir gut ausgestattet. Im Navi hatten wir den Parkplatz in der Pezoldstraße eingegeben. Er ist mit 2 Euro für 24 Stunden (Stand 2021) günstig.

Bei der Einfahrt wird die Höhe gemessen, weil Fahrzeuge ab 2,80 Meter 4 Euro bezahlen müssen. Erfreulicherweise wurde unser Wohnmobil, das 3 Meter hoch ist, in die Kategorie klein eingestuft. Der Parkplatz liegt am Hang, weshalb wir uns ganz unten parkten und halbwegs gerade standen. Nachdem wir für 24 Stunden bezahlt haben, übernachteten wir dort und hatten eine sehr ruhige Nacht.

Parkplatz Gößweinstein
Parkplatz in Gößweinstein

Was bietet Gößweinstein?

Die Gemeinde bietet gut ausgeschilderte Wanderwege mit einer Länge von 260 km. Viele Wege sind einem bestimmten Thema gewidmet, wie z.B. der 3 km lange Balthasar-Neumann-Rundwanderweg. Er ist dem Architekten der Basilika Gößweinstein gewidmet. Weitere Routen gibt es von 10 -17 km wie den Leo-Jobst-Weg, Auf den Spuren Viktor von Scheffels oder den Themenwegen „Kulturerlebnis Fränkische Schweiz“. Für Familien wurde der Walli-Maus-Weg ins Leben gerufen, der zum Mitmachen für die Kleinen gedacht ist. Wer zum ersten Mal in Gößweinstein ist, wird von der Felsformationen aus Dolomitkalk begeistert sein. Diese werden gerne von Kletterer erklommen. Für Kulturinteressierten ist ein Besuch der Barock-Basilika und der Burg Gößweinstein anzuraten.

Unsere Wanderroute vorbei am Felsensteig zur Paulinenhöhe

Unser erstes Ziel ging herrlich durch den Wald auf gut ausgeschilderten Wegen zum Felsensteig. Teils waren steile Anstiege dabei, aber oben angekommen wird man mit einer tollen Aussicht belohnt. Das Wetter war inzwischen auch etwas schlechter geworden, aber noch trocken. Da sollte sich später noch ändern. Besonders haben uns die großen Felsen gefallen, an denen es eng vorbei ging. Toll fanden wir, dass die Treppen und Geländer aus Holz gut in Schuss waren. Hier gibt sich die Gemeinde viel Mühe und achtet auf die Sicherheit.

Paulinenhöhe mit Blick auf die Burg Gößweinstein

Das zweite Tagesziel war die Aussichtsplattform Paulinenhöhe. Von dort blickt man nicht nur auf die Burg Gößweinstein, sondern bekommt einen Eindruck über das Tal, das einem zu Füßen liegt. Inzwischen hatte es auch leicht zu regnen angefangen. Wir liefen dann ohne Plan einfach weiter, denn es hat uns so gut gefallen.

Wir liefen planlos weiter am Bach Püttlach vorbei

Wir waren erst ein paar km unterwegs und hatten noch nicht vor, den Rückweg anzutreten. Also ging es immer weiter entlang bis zu einer Sitzgelegenheit, die für einen kurzen Halt ideal war. Weil der Fotograf so selten auf dem Foto zu sehen ist, packte ich das Stativ aus und machte ein Selfie. Auf dem Foto sieht man gut, wie herrlich gelegen der Platz liegt. Weiter ging es an einem Holzhaus vorbei, mit dem Moosbedeckten Dach. Ich mag so etwas und sieht so natürlich aus.

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Brotzeit an der Paulinenhöhe

Wir waren inzwischen auf dem Rückweg. Und weil es uns so gut am Aussichtspunkt Paulinenhöhe gefallen hat, gings für die Brotzeit noch einmal dorthin. Im Rucksack nehmen wir immer etwas zu Essen und Trinken für unterwegs mit. Es gibt doch eh nichts Besseres, als sich auf eine Parkbank in der Natur zu setzen und die Aussicht zu genießen.

Mit dem Wohnmobil in Gößweinstein übernachten

Wie Anfang schon erwähnt haben wir am Parkplatz für 24 Stunden bezahlt, weil wir hier auch übernachten wollen. Das bietet sich auch deshalb´an, weil wir direkt unterhalb der Burg Gößweinstein stehen. Diese ist nachts beleuchtet und eignet sich daher für ein paar Nachtaufnahmen. Vorher gings aber noch ans Essen machen und als Aperitif gabs den leckersten Aronialikör den ich je getrunken habe. Ich kann den euch nur wärmsten empfehlen, denn er wird von einem Familienbetrieb in Top Qualität hergestellt. Hier geht es zu Hochfranken Aronia für weitere Infos.

Burg Gößweinstein aus der Luft

Mit der Drohne DJI Air 2S Fly ging es für ein paar Aufnahmen der Burg in die Luft. Ich war nicht der einzige mit diesem Vorhaben. Nur ein paar Meter von mir entfernt war ein Ausländer, der es sich zum Hobby gemacht hat nur Luftaufnehmen von Burgen und Schlössern zu machen. Er war Franzose und fährt ganz Europa ab für Filmaufnahmen und Fotos. Die Nacht am Parkplatz verbrachten wir mit 3 weiteren Campern. Für uns hat sich der Ausflug sehr gelohnt und haben dabei nur einen Bruchteil von dem gesehen, was die Gemeinde seinen Besuchern bietet.

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Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.
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