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Wanderung am Uracher Wasserfall

Uracher Wasserfall und technische Herausforderungen unterwegs

Die Vorfreude auf die bevorstehende Reise nach Frankreich weckte in uns die Abenteuerlust. Doch bevor wir die Grenze erreichten, planten wir eine Wanderung in der Nähe des Uracher Wasserfalls, nur 250 km entfernt von der französischen Grenze. Hier erlebten wir nicht nur eine tolle Natur, sondern hatten auch unerwartete technische Herausforderungen zu bewältigten.

Wanderlust am Uracher Wasserfall

Unsere Reise begann mit der Suche nach einer geeigneten Wanderstrecke mithilfe der App „komoot„. Die Wahl fiel auf eine 7 km lange Route entlang des Uracher Wasserfalls. Die Entscheidung war gefallen, obwohl uns bewusst war, dass wir den Wasserfall nur von oben aus der Ferne sehen würden. Die Wanderung führte uns durch Wälder, wobei wir aufgrund einiger Höhenunterschiede körperlich gefordert wurden. Trotzdem genossen wir die körperliche Betätigung und die Möglichkeit, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu erleben.

Unterwegs stießen wir auf zahlreiche umgestürzte Bäume, vermutlich die Folge eines kürzlichen Unwetters. Diese Hindernisse verlangsamten unseren Fortschritt, gaben der Wanderung jedoch auch einen Hauch von Abenteuer und Survival. Nach nicht einmal einem Drittel der Wegstrecke fiel uns auf, dass sich die Sohle eines unserer Wanderschuhe zu lösen begann.

Kreative Lösungen beim Wanderschuh

Mit einer gelockerten Sohle stellten wir uns die Frage, ob wir die bereits zurückgelegten 2,5 km zum Wohnmobil zurückgehen sollten oder ob wir die Wanderung fortsetzen könnten. Entschlossenheit und Abenteuergeist siegten, und wir beschlossen, den Weg fortzusetzen, in der Hoffnung, dass die Sohle nicht weiter abfallen würde. Als wir an einer Blockhütte eine Rast einlegten, um ein paar Getränke zu uns zu nehmen, fanden wir eine herumliegende Zeltschnur und erkannten sofort die Gelegenheit, diese als vorübergehende Reparatur für den losen Schuh zu verwenden. Hier war es einmal nützlich, dass Müll im Wald herumlag, anderseits haben wir dadurch auch den Wald davon befreit.

Der ehemalige Rutschenhof: Eine Oase der Gelassenheit

Während unserer Wanderung entdeckten wir das Steinhäusle. Es ist das Überbleibsel des ehemaligen Rutschenhofs, der 1828 abgerissen wurde. In diesem Gehöft, das 1681 in der Nachbarschaft zu einer ganzjährig fließenden Quelle entstanden ist, wurden Ochsengespanne gehalten, die man brauchte, um Brennholz von der Albhochfläche zu einer zunächst hölzernen, später gusseisernen Rutsche vorn am Hannerfels zu befördern. Gleich nebenan war ein toller Bauerngarten mit viel Gemüse und jede Menge Sonnenblumen.

Technische Probleme bei der SAT Anlage

Die Wanderung endete am Wohnmobil, wo wir uns ausruhten und das Abendessen vorbereiteten. Jedoch stießen wir auf ein neues Problem: Unsere Oyster SAT Anlage zeigte einen „LNB Fehler (ac)“ im Display an. Dieses unerwartete technische Problem war ärgerlich und ließ uns nach Lösungen suchen, da wir während unserer Reise möglicherweise nicht leicht eine Werkstatt finden könnten. Die SAT Anlage ist uns auf der Reise nicht wichtig, weil wir kaum Fernsehen außer den täglichen Nachrichten, grundsätzlich wollen wir aber alles funktionstüchtig halten.

Herausforderungen meistern und die Reise fortsetzen

Trotz der technischen Herausforderungen ließen wir uns nicht entmutigen. Mit dem Ziel, die Oyster SAT Anlage reparieren zu lassen und auch neue Wanderschuhe zu kaufen, planten wir die nächsten Schritte unserer Reise. Wir recherchierten nach Unternehmen auf unserer Route Richtung Frankreich, die unsere technischen Probleme lösen könnten.

Übernachten auf einem Wanderparkplatz

Wir entschieden uns auf einem Wanderparkplatz Halt zu machen, der sich in der Nähe des Uracher Wasserfalls befand. Die Fläche war gepflastert und eben, was sich für uns als ideal erwies. Gleich nebenan war eine Sitzgelegenheit und eine große Feuerstelle die wir zu gerne benutzt hätten. Aber wir sind vorsichtig mit offenem Feuer, auch wenn es die letzten Tage viel geregnet hat und die Brandgefahr minimal zu sein scheint.

Die nächtlichen Regenschauer: Eine Prise Abenteuer

Während wir uns zum schlafen hinlegten, fing es an zu regnen. Die Regentropfen, die auf unser Wohnmobil prasselten, bescherte uns eine unruhige Nacht. Irgendwann war die Müdigkeit so stark, dass wir einschliefen und nichts mehr mitbekommen haben. Die Planung für die nächsten Tage sieht so aus, dass wir versuchen beim Oyster Service France in Breisach am Rhein einen Termin zu bekommen. In den Bewertungen lasen wir, dass andere betroffene User fast immer einen kurzfristigen Termin bekommen haben, weshalb wir auch auf einen solchen hoffen. Günstig liegt auf der Strecke dorthin der Fahler Wasserfall und der Todtnauer Wasserfall, die wir besuchen werden.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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