Wynen Gastank ML-T 620
Jobs kündigen Technik

Gastank Einbau und Auflastung: Unsere Große Abenteuerlust

Die große Abenteuerlust hat uns gepackt und der Zeitpunkt für unsere lang ersehnte mehrjährige Wohnmobilreise rückt immer näher, weshalb wir uns für einen Unterflurgastank entschieden haben. Schon im September werden wir endlich unsere Reise antreten und uns auf den Weg ins Ungewisse begeben. Es ist ein aufregendes Gefühl, das uns einerseits mit Vorfreude erfüllt, aber andererseits auch ein wenig Wehmut mit sich bringt. Nicht nur, dass wir unsere Jobs gekündigt haben, sondern auch die Tatsache, dass man nach fast 25 Jahren in einem Unternehmen eine Ära hinter sich lässt, ist ein emotionaler Moment. Doch wir sind fest entschlossen, diesen Schritt zu gehen und uns neuen Horizonten zu öffnen.

Die bevorstehende Wohnmobilreise: Ein Abenteuer beginnt

Der September steht vor der Tür und unsere Vorfreude steigt ins Unermessliche. Endlich ist es soweit – unsere mehrjährige Wohnmobilreise beginnt. Monate der Planung, der Vorfreude und der Vorbereitung liegen hinter uns und nun sind wir bereit, die Straßen zu erobern und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu erleben. Unser treuer Begleiter auf dieser Reise ist unser Hymer ML-T 620, der uns nicht nur Komfort, sondern auch ein Gefühl von Freiheit vermittelt. Wir haben uns bewusst für das Leben auf vier Rädern entschieden, um unabhängig zu sein und jeden Tag neue Abenteuer zu erleben.

Der Abschied von der Berufswelt: Ein komisches Gefühl

Ein weiterer Schritt auf unserer Reise war die Kündigung unserer Jobs. Besonders für mich, der fast ein Vierteljahrhundert in demselben Unternehmen verbracht hat, ist dieser Abschied von Kollegen und dem gewohnten Arbeitsumfeld ein emotionaler Moment. Die Routine, die Herausforderungen, die Erfolge und die Freundschaften – all das wird mir in gewisser Weise fehlen. Doch ich weiß, dass es Zeit ist, neue Pfade zu betreten und mich der Freiheit des Reisens hinzugeben. Meine bessere Hälfte und ich haben lange darüber nachgedacht und sind uns einig, dass die Reise das Richtige für uns ist. Das komische Gefühl mischt sich mit Vorfreude und dem Wissen, dass uns eine unvergessliche Zeit bevorsteht.

Technische Vorbereitung: Der Gastank für mehr Unabhängigkeit

Unser Wohnmobil, der Hymer ML-T 620, hat uns bisher auf unseren Reisen begleitet und wird ein treuer Gefährte sein. Doch um wirklich unabhängig zu sein, haben wir eine wichtige technische Veränderung vorgenommen. Wir haben einen 40 Liter Gastank vom Camperservice Wegner in Pettstadt in unser Fahrzeug einbauen lassen, der uns ermöglicht, autark zu reisen und nicht ständig auf das Befüllen der Gasflaschen angewiesen zu sein. Außerhalb von Deutschland gibt es so gut wie keine offizellen Möglichkeiten, deutsche Gasflaschen befüllen zu lassen. Dadurch hat sich auch das Gewicht in unserem Wohnmobil verlagert, denn der Gastank befindet sich nun strategisch günstig im Fahrzeug, wodurch sich die Last von der Heckgarage mehr nach vorne verlagert. Das trägt nicht nur dazu bei, die Stabilität und Fahreigenschaften zu verbessern, sondern ermöglicht uns auch eine optimale Ausnutzung des Innenraums.

Komfortabler Umschalter für Gasquelle im Gaskasten

Für zusätzlichen Komfort und Flexibilität haben wir in unserem Wohnmobil einen praktischen Umschalter einbauen lassen. Dieser ermöglicht es uns, wahlweise das Gas entweder vom Gastank oder von einer Gasflasche im Gaskasten zu entnehmen. Diese clevere Lösung gibt uns die Freiheit, je nach Bedarf und Verfügbarkeit zwischen den Gasquellen zu wechseln.

Sicherheitsaspekt im Blick: Verantwortungsbewusster Gebrauch

Wir legen großen Wert auf Sicherheit und Verantwortung im Umgang mit Gas. Daher haben wir darauf geachtet, dass der Umschalter benutzerfreundlich und sicher konzipiert ist. Eine klare Kennzeichnung und ein einfacher Bedienmechanismus gewährleisten, dass wir immer wissen, aus welcher Gasquelle wir gerade schöpfen. Dadurch können wir unseren Energieverbrauch effizient steuern und stets darauf achten, dass wir die Ressourcen verantwortungsbewusst nutzen.

Diskussion über Gastankflaschen beim Wohnmobil abholen

Beim Abholen unseres Wohnmobils nach dem Gastankeinbau kamen wir in eine spannende Diskussion über Gastankflaschen. Es herrschen unterschiedliche Vorschriften und Meinungen: Manche sind der Meinung das eine Verbindung mit dem Fahrzeugrahmen Vorschrift ist, andere meinen, dass die Flasche so befestigt werden muss, dass eine Entnahme nur mit einem Werkzeug möglich ist. Zufällig entdeckten wir in der Werkstatt eine neue Travel Mate Gastankflasche, die ein anderer Kunde bestellt, aber nie abgeholt hatte und haben diese kurzerhand erworben. So haben wir dann zusätzlich zu den 40 Litern vom Gastank weitere 22 Liter Gas dabei. Das ermöglicht uns eine längere Standzeit beim Überwintern.

Einbau der Gastankflasche mit Werkzeugentnahme

Die benötigten Teile, wie den Wandhalter Easy Way für den Einbau habe ich inzwischen bestellt. Ich entschied mich dafür, die Gastankflasche so einzubauen, dass zur Entnahme ein Werkzeug erforderlich ist. Dieser Ansatz entspricht meinen Präferenzen und gibt mir ein gutes Gefühl der Sicherheit für unsere bevorstehende Wohnmobilreise.

Herausforderungen bei der Auflastung: Ein schwieriges Unterfangen

Während unserer Vorbereitungen für die Wohnmobilreise wurde uns bewusst, dass wir an der Hinterachse des Wohnmobils an das Limit gelangen könnten. Um dieses Problem zu lösen, entschieden wir uns für eine Auflastung, um die Traglast zu erhöhen. Doch dieses Vorhaben gestaltete sich schwieriger als erwartet. Von zehn angeschriebenen Firmen, die solche Auflastungen durchführen, erhielten wir nur von drei überhaupt eine Antwort. Frustriert von der mangelnden Rückmeldung setzten wir unsere Hoffnung in eine der Firmen, die geantwortet hatte, und gingen näher ins Detail. Leider musste diese letztendlich aufgeben, da wir keine Seriennummer für die Alufelge fanden, was die Ermittlung der Traglast angeblich unmöglich machte.

Die Rettung: Die Firma des Gastank-Einbaus bietet Auflastungen an

Als wir schon fast die Hoffnung auf eine Lösung aufgegeben hatten, stellte sich heraus, dass die Firma, die den Gastank in unserem Wohnmobil eingebaut hatte, auch Auflastungen anbietet. Dieser Umstand ermutigte uns, erneut nach einer Möglichkeit zur Gewichtserhöhung zu suchen. Die Firma setzte sich mit Goldschmitt, einem renommierten Unternehmen für Fahrzeugtechnik, in Verbindung, um die Möglichkeiten für eine Auflastung zu erfragen. Nach etwa sechs Wochen erhielten wir endlich eine Antwort: Eine Auflastung auf 4,5 Tonnen mit einer Traglast von 1940 kg auf der Vorderachse und 2600 kg auf der Hinterachse wäre möglich! Diese Lösung würde uns zusätzliche 170 kg Nutzlast auf der Hinterachse ermöglichen, was für uns von großer Bedeutung ist.

Geduld ist gefragt: Warten auf Preis und Lieferzeit

Voller Freude über die positive Rückmeldung warten wir immer noch gespannt auf weitere Informationen zu den Kosten und der Lieferzeit für die Auflastung. Jedoch erwies sich auch dieses Unterfangen als Geduldsprobe. Wochen vergingen, ohne dass wir eine weitere Antwort erhielten. Die Zeit verrann, und wir mussten einsehen, dass eine Einbau vor unserer geplanten Reise nicht mehr möglich sein würde. Entschlossen, nicht länger zu warten, beschlossen wir, vorerst ohne die Auflastung zu starten um zu sehen, wie wir mit dem vorhandenen Gewicht zurechtkommen.

Mit Optimismus und Flexibilität in die Reise starten

Trotz einiger Hindernisse und Verzögerungen lassen wir uns nicht entmutigen. Unsere Vorfreude auf die bevorstehende Wohnmobilreise ist ungebrochen. Auch wenn die Auflastung vorerst nicht geklappt hat und wir mit dem ursprünglichen Gewicht fahren müssen, sind wir zuversichtlich, dass wir unseren Weg meistern werden. Das Leben auf Reisen lehrt uns, flexibel zu sein und auf unvorhergesehene Situationen einzugehen. Mit dieser positiven Einstellung starten wir unsere große Abenteuerreise und wissen, dass wir nächstes Jahr mit neuem Elan und vielleicht der ersehnten Auflastung in der Heimat zurückkehren werden. Bis dahin werden wir jeden Moment unserer Reise genießen und uns von nichts davon abhalten lassen, die Schönheit und Freiheit des Lebens auf der Straße zu erleben. Möge unser Weg uns unvergessliche Erlebnisse und unerwartete Begegnungen bescheren!

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.

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