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Wochenende in der fränkischen Schweiz

Ein Ausflug in die fränkische Schweiz

Wir lieben es, mit unserem Wohnmobil die Natur zu erkunden und neue Orte zu entdecken. Deshalb haben wir uns einen Ausflug in die fränkische Schweiz als Ziel vorgenommen. Diese Region ist bekannt für ihre malerischen Landschaften, ihre Burgen und Höhlen und ihre vielfältigen Wander- und Radwege. Außerdem wollten wir unsere selbst eingebaute Trockentrenntoilette von OGO in der Praxis zum ersten Mal testen. Wir waren gespannt, wie sie sich bewähren würde.

Freitag: Anreise und Ankunft am Wanderparkplatz

Am Freitag sind wir nach der Arbeit mit dem Wohnmobil losgefahren. Die Anfahrt war mit gut 100 km im üblichen Rahmen, den wir für unsere Wochenendausflüge fahren. Das Wetter war top und 6 Grad wärmer als beim Start in der Heimat. Wir hatten uns schon zu Hause mit komoot eine Wanderung herausgesucht, die hin und zurück 10 km von Doos nach Behringersmühle lang ist. Per Park4night hatten wir einen Wanderparkplatz neben einer Kapellenruine gefunden, der ideal als Ausgangspunkt für unsere Tour war und nur 6 km von Doos, unserem Startpunkt für die Wanderung, entfernt lag..

Wir bekommen Besuch von weiteren Campern

Wir kamen gegen 17 Uhr am Parkplatz an und wussten schon vorher, dass er ziemlich schief ist. Gegen 19 Uhr bekamen wir von drei weiteren Campern Besuch, die auch hier übernachteten. Sie kamen aus verschiedenen Teilen Bayerns und waren ebenfalls begeisterte Wohnmobilisten. Wir kamen ins Gespräch und tauschten uns über unsere Reiseerfahrungen, Tipps und Pläne aus. Es war ein netter Abend mit interessanten Gesprächen.

Wanderparkplatz neben einer Kapellenruine in der fränkische Schweiz
Wanderparkplatz neben einer Kapellenruine

Wir freuten uns auf unsere Wanderung am nächsten Tag, die uns durch eine der schönsten Gegenden der fränkischen Schweiz führen sollte. Die fränkische Schweiz ist ein Teil des Naturparks Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, der sich zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg erstreckt. Er ist geprägt von einer hügeligen Landschaft mit vielen Felsen, Wäldern, Wiesen und Flüssen. Die fränkische Schweiz ist auch bekannt für ihre vielen Burgen, die auf den Felsen thronen und von einer langen Geschichte zeugen. Einige davon kann man besichtigen oder sogar übernachten. Außerdem gibt es in der fränkischen Schweiz viele Höhlen, die zum Teil begehbar sind oder Führungen anbieten. Die bekannteste ist wohl die Teufelshöhle bei Pottenstein, die mit ihren Tropfsteinen und Fossilien beeindruckt.

Samstag: Wanderung entlang der Wiesent

Heute stand unsere geplante Wanderung auf dem Programm. Ich bin ein Frühaufsteher und konnte schon früh die Rehe beobachten, wie sie aus dem Wald kamen und Futter suchten. Das war ein schöner Anblick. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir um 10 Uhr nach Doos gefahren. Wir befürchteten, dass wir keinen Parkplatz mehr bekommen würden, da es ein sonniger Samstag war.

Kostenloser Parkplatz neben der Kapellenriune

Unsere Vermutung hätte sich fast bestätigt. In Doos bekamen wir den letzten großen Parkplatz für unser Wohnmobil, der sogar kostenfrei war. Dort weckte ein Bootsverleih unser Interesse. Erinnerungen an unseren Urlaub in Kroatien mit einer tollen Raftingtour kamen auf. Wir beschlossen, dass wir hier noch einmal her kommen müssen, um uns ein Boot zu leihen. Für 1-2 Stunden fallen in der Hauptsaison 25 Euro und für die spritzige Tagestour 40 Euro an. Es ist aber eine vorherige Buchung beim Kajak-Mietservice notwendig..

Der Wiesent entspringt bei Steinfeld

Die Wiesent ist der längste Fluss der fränkischen Schweiz und ein beliebtes Ziel für Kanu- und Kajakfahrer. Sie entspringt bei Steinfeld und mündet bei Forchheim in die Regnitz. Auf ihrem Weg durchquert sie viele malerische Orte, wie zum Beispiel Ebermannstadt, Gößweinstein oder Pottenstein. Die Wiesent ist auch ein Paradies für Angler, die hier Forellen, Äschen oder Hechte fangen können.

Die Wanderung entlang des Flusses war herrlich. Sie führte zum größten Teil durch den Wald im Schatten. Das war auch gut so, denn wir hatten 26 Grad. Der Weg war gut ausgeschildert und bot immer wieder schöne Ausblicke auf den Fluss und die Felsen. Wir passten gut auf den Weg auf, denn es krochen viele Schnecken darauf, die wir nicht zertreten wollten.

fränkische Schweiz Kajakfahrer
Kajakfahrer auf der Wiesent

Wir lernen einen Typen kennen, der 5 tolle Motorräder hat

Nach etwa zwei Stunde kamen wir in Behringersmühle an, einem kleinen Ort mit ein paar Gasthäusern und Geschäften. Dort fiel uns ein Haus mit einer offenen Garage auf, in der fünf tolle große Motorräder standen. Zwei oder drei davon waren Harley Davidsons. Wir kamen mit dem Besitzer ins Gespräch und er erzählte uns von seinen Motorradreisen nach Südtirol. Er macht auch gerne kleine Reparaturen an ihnen selber. Alle Motorräder waren top gepflegt. Er zeigte uns dann noch Teile von seinem Haus und beschrieb, wie viel davon er selbst umgebaut hat. Wir kamen uns vor wie Gernstl.

Gernstl ist ein bekannter deutscher Fernsehjournalist, der mit seinem VW Bus durch Deutschland und Europa reist und dabei interessante Menschen und Geschichten findet. Er ist bekannt für seinen humorvollen und neugierigen Stil, der oft zu überraschenden Einblicken führt. Wir sind Fans von ihm und schauen gerne seine Sendungen an.

Bei einer Wanderung ist eine kleine Brotzeit Pflicht für uns

Nur ein paar Meter weiter war eine Parkbank neben einem großen Holzvorrat für den kommenden Winter. Dort machten wir Pause und verdrückten die Brotzeit aus der Bauchtasche. Wir unterhielten uns noch eine Weile über den netten Motorradfahrer und ruhten uns etwas aus.

fränkische Schweiz Wiesent Parkbank
Kurze Pause mit Brotzeit auf einer der wenigen Parkbänke entlang der Wiesent

Nun ging es den gleichen Wanderweg wieder zurück. Wir beobachteten Leute, die in Booten an uns vorbeifuhren und mächtig Spaß hatten. Diese Bootstour müssen wir ein anderes Mal nachholen. Wir kamen gegen 15 Uhr wieder am Parkplatz an und entschlossen uns, wieder auf dem selben Wanderparkplatz zu übernachten. Dieses Mal standen wir über Nacht ganz alleine.

Sonntag: Besuch der Kapellenruine

Am Sonntagmorgen entschlossen wir uns, über die Straße zu gehen, um die Kapellenruine anzusehen. Hier fanden vermutlich in der Vergangenheit Gottesdienste statt. Um den Altar herum waren viele rustikale Sitzgelegenheiten. Die Ruine hatte einen besonderen Charme und strahlte eine friedliche Atmosphäre aus.

Die Kapellenruine ist ein Überrest der ehemaligen Wallfahrtskirche St. Anna, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und später teilweise wieder aufgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde sie jedoch aufgegeben und verfiel zur Ruine. Heute ist sie ein beliebtes Fotomotiv und ein Ort der Stille.

Nachdem wir uns die Ruine angesehen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Hause. Wir waren sehr zufrieden mit unserem Wochenende in der fränkischen Schweiz. Wir hatten eine schöne Wanderung gemacht, nette Leute kennengelernt und viel Natur genossen.

Erste Erfahrung mit der OGO Trockentrenntoilette

Auch sind wir mit der OGO Trockentrenntoilette zufrieden. Kein Geruch und einfach in der Handhabung. Die OGO Trockentrenntoilette haben wir selbst in unser Wohnmobil eingebaut, nachdem wir uns im Internet darüber informiert hatten. Wir wussten, dass der Kauf die richtige Entscheidung war und freuen uns schon auf die kommende große Reise durch Europa und Afrika. Wir mussten den Urinbehälter nur einmal entleeren und den Feststoffeimer noch gar nicht.

Die OGO Trockentrenntoilette ist eine innovative Lösung für Wohnmobile, die ohne Wasser oder Chemie auskommt. Sie trennt den Urin vom Feststoff und verhindert so unangenehme Gerüche und Bakterienbildung. Der Urin wird in einem separaten Behälter gesammelt, der leicht zu entleeren ist.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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