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Cascade du Grand Rocher

Die Abenteuerliche Reise zum Cascade du Grand Rocher

Unser heutiges Abenteuer führte uns zu zwei abgelegenen Badestellen entlang eines malerischen Flusses. Unsere erste Station war Rochers de PontPierre. Vorbei ging es an sehr vielen Apfelplantagen. Gefühlt müssten es tausende gewesen sein. Danach ging es weiter zum Cascade du Grand Rocher. Dort hatten wir einen schwierigen Weg vor uns, der nur mit viel Mut zu bewältigen war.

Wenn man Kommentare auf Park4Night ignoriert

Obwohl wir einen Kommentar auf Park4night gefunden hatten, der vor der Nutzung von Google Maps warnte, um zum Rochers de PontPierre zu gelangen, vergasen wir ihn am nächsten Tag und fuhren per Google Maps. Das führte uns jedoch zu einem fünf Kilometer langen, einspurigen, schmalen Weg, der immer tiefer in den Wald führte und schließlich in einer Sackgasse endete. Uns blieb nichts anderes übrig, als die gleiche Strecke wieder zurück zu fahren und den richtigen Weg zu nehmen.

Unser 10 km Umweg zum Rochers de PontPierre

Der richtige Weg führte uns zu einer abgelegenen Bushaltestelle. Von hier aus begannen wir einen Spaziergang durch duftende Pinienbäumen und erreichten schließlich den Fluss. Das Warnschild, das dort unten am Fluss das Baden lebensgefährlich ist, haben wir links liegen gelassen und ignoriert. Obwohl das Wasser nicht glasklar war, bot es uns bei der sengenden Hitze eine willkommene Abkühlung und haben ein paar Runden geschwommen.

Die Belohnung für die Mühe: Cascade du Grand Rocher

Unsere Reise führte uns zu einem weiteren versteckten Juwel, der Cascade du Grand Rocher. Der Weg dorthin war erneut ein Abenteuer für sich. Nachdem wir einen malerischen Pass hinaufgefahren waren, erreichten wir eine kleine Parkbucht, die als Ausgangspunkt für unser nächstes Abenteuer diente. Von hier aus begann unser Abstieg, der unsere Entschlossenheit auf die Probe stellte. Es waren rund 300 Meter bis zum Wasserfall, und der Weg hinunter sah so steil aus, dass wir uns zunächst fragten, ob wir uns das wirklich antun sollten. Doch unsere Neugier und der Wunsch, dieses Naturwunder zu erleben, trieben uns an. Augen zu und durch – so setzten wir unseren Weg fort, stets darauf bedacht, die Sicherheit nicht außer Acht zu lassen.

Der steile Abstieg führte uns schließlich zum Fuße der Cascade du Grand Rocher, und wir wussten sofort, dass sich all unsere Anstrengungen gelohnt hatten. Der Anblick des Wasserfalls, der von einer Höhe von etwa 70 Metern in die Tiefe stürzte, war schlichtweg überwältigend. Das Rauschen des Wassers und die beeindruckende Kulisse des Canyons schufen eine Atmosphäre der Ruhe und Faszination. Wir konnten es kaum erwarten, das erfrischende Wasser des Canyons zu spüren. Wir planschten, tauchten und genossen die erfrischende Kühle des klaren Wassers, während wir die Schönheit und Pracht der Cascade du Grand Rocher auf uns wirken ließen.

Die Kamera kam kaum zum Stillstand, denn dieser Ort war ein Paradies für Fotografen. Jeder Blickwinkel offenbarte eine neue Perspektive, die es festzuhalten galt. Selbst unsere Drohne kam wieder zum Einsatz, um die majestätische Szenerie aus der Vogelperspektive einzufangen. Die Zeit schien hier stillzustehen, und wir vergaßen den Alltag und jeglichen Stress, während wir uns von der Natur in ihrer ganzen Pracht verzaubern ließen. Die Strapazen des steilen Abstiegs waren längst vergessen, denn die Cascade du Grand Rocher schenkte uns ein unvergessliches Abenteuer und ein Stück unberührter Schönheit inmitten der französischen Natur.

Die Cascade du Grand Rocher ist ein beeindruckender Wasserfall in Frankreich, genauer gesagt in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Der Wasserfall liegt im Herzen des Naturparks Chartreuse und stürzt von einer Höhe von etwa 70 Metern in ein malerisches Tal. Die Umgebung ist von dichtem Wald und üppiger Vegetation umgeben, was sie zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Wanderer macht. Der Cascade du Grand Rocher ist ein eindrucksvolles Naturschauspiel und ein Ort der Ruhe und Schönheit in der französischen Landschaft.

Die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz

Nach diesem abkühlenden Erlebnis machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz. Der erste Platz, den wir angefahren hatten, war in Privas. Doch dieser hatte mit einer Möglichkeit zum Übernachten überhaupt nichts zu tun. Es war ein Parkplatz, der voll belegt, und nur für PKW geeignet war. Wir setzten die Fahrt weiter nach Chomerac fort.

Wohnmobil Stellplatz Chomerac
Wohnmobil Stellplatz Chomerac

Ein fast ruhiger Abend in Chomerac mit einigen Zwischenfällen

Der Abend auf dem Wohnmobilstellplatz Chomerac verlief zunächst ruhig, doch bald wurden wir von einer Mückeninvasion belästigt. Während wir versuchten, dem Summen der Insekten zu entkommen, beobachteten wir drei Jugendliche, die auf der Terrasse Alkohol tranken und anscheinend Spaß daran hatten, vorbeifahrende Autos mit einem Wasserschlauch zu bespritzen. Diesen harmloser Streich kann man ja noch tolerieren, doch dann geschah etwas, das uns ziemlich aufschreckte: Eine Flasche zerbrach in der Nähe des Glascontainers.

Einer der Jugendlichen hatte seine leere Flasche zielgerichtet von der Terrasse in Richtung Glascontainer geworfen, und sie zerschellte mit einem lauten Klirren. Uns war klar, dass wir handeln mussten, denn am nächsten Tag planten wir, mit unserem Wohnmobil genau dort entlangzufahren. Ein aufgeschlitzter Reifen wäre das Letzte gewesen, was wir gebrauchen konnten.

Aufräumen in der Dunkelheit

Später in der Nacht nahm meine Frau eine Taschenlampe zur Hand und machte sich daran, die Scherben zu beseitigen. Sie hatte extra gewartet bis das Gelage der Teenies vorbei war, nicht dass diese erneut auf die Idee kämen, Flaschen vor den Container zu werfen.

Eine friedliche Nacht und die Vorbereitungen am Morgen

Die Nacht verlief glücklicherweise ruhig, und selbst die etwas oberhalb gelegene Straße verursachte kaum Lärm. Nach dem Frühstück beschlossen wir, den Wassertank und einen 20-Liter-Wasserkanister als Reserve aufzufüllen. Der Wasserhahn vor Ort hatte zwar ein Gewinde, doch es war viel zu klein für das Gardena-Handstück. Hier kam mein „Wasserdieb“ zum ersten Mal zum Einsatz und bewährte sich. Die Stadt hat den Wasserdruck absichtlich reduziert, um zu verhindern, dass Wasser sinnlos verschwendet wird. Aber das war für uns kein Problem; wir warteten einfach geduldig.

Aufbruch zum nächsten Ziel

Nach den Vorbereitungen brachen wir schließlich auf und fuhren zu unserem heutigen Ziel, das wir am Vorabend gemeinsam geplant hatten.

Unser erster Halt war eine Tankstelle, an der wir nur 40 Liter Diesel tankten. Das sollte uns bis zur spanischen Grenze reichen, denn unsere Recherchen hatten ergeben, dass der Dieselpreis in Spanien um 20 Cent günstiger war. Unsere Reise führte uns zur mittelalterlichen Stadt Balazuc, allerdings nicht ohne einige Herausforderungen.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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