Kroatien

Bärenrefugium in Kuterevo

Pflegestation für verwaiste oder verletzte Bären

Die Reiseplanung laufen bei uns das ganze Jahr über. Sobald wir etwas Sehenswertes finden, wandert es mit einem Pin in Google Maps. Dort haben wir für jedes Land eine Karte. Auf dieser hatten wir das Bärenrefugium in Kuterevo stehen, das zwar mit 243 km von unserm Übernachtungsplatz in Ptujska Gora weit entfernt ist, aber auf dem Weg zur Küste von Kroatien lag.

Bärenrefugium in Kuterevo
Bärenrefugium in Kuterevo

Die Zufahrt zur Bärenstation ist eng

Während unserer Reise navigieren, wir mit einem Tablet auf dem die App Sygic LKW läuft. Diese benutzen wir inzwischen 2 Jahre und sind zufrieden. Sie führte uns in den Ortskern, hatte dann aber leichte Schwierigkeiten uns direkt zu den Bären zu lotsen. Auch wenn unser Wohnmobil nur 2,12 Meter breit ist, waren die Gassen eng und gingen knapp an den Dachrinnen der Häuser vorbei. Angekommen an der Auffangstation standen bereits 3 ausländische Campingbusse. Unser erster Eindruck war, dass sie schon lange mit dem Fahrzeug unterwegs sind und ev. sogar drin leben. Bei einem war sogar in der Hecktür eine Luke, damit die Katze rein und raus kann. Die ebenen Stellflächen waren alle belegt, weshalb wir uns erstmal auf die Schräge stellten. Später fuhren die Camper weiter, weshalb wir ihren Platz einnehmen konnten.

Essen vor dem Wohnmobil im Bärenrefugium in Kuterevo
Bärenrefugium in Kuterevo

Besuch im Bärenrefugium in Kuterevo

Am Eingang waren 5 junge Leute, mit denen wir uns auf Deutsch unterhielten. Sie sind fast alle Volontäre, die hier auf dem Gelände freiwillig mithelfen. Als Erstes wurde und der kleine Shop gezeigt, der zum Unterhalt beiträgt und der Bitte, dass wir uns ins Gästebuch einzutragen. Das Wohnhaus oder die Zentrale machten einen desolaten Eindruck, was sicherlich an den mangelten Finanzen liegt. Zu dem Verein sollte man wissen, dass er keinerlei staatliche Unterstützung erhält. Sie sind auf finanzielle Zuwendungen und Spenden angewiesen. Der Besuch ist kostenlos und man darf sich frei bewegen. Ein Besuch im Winter lohnt sich aber nicht, weil die Bären im Winterquartier sind und nicht zu sehen sind. Trotzdem ist die Anlage ganzjährig geöffnet.

So entstand die Bärenauffangstation

Die Bärenauffangstation wird seit 2002 von einem Verein betrieben und arbeitet mit Freiwilligen aus allen Ländern, die für einige Wochen bis zu mehreren Monaten kommen. Anfang wurden nur Jungbären aufgenommen, die von ihrer Mutter getrennt wurden. Das hat sich inzwischen geändert, weshalb auch ausgewachsene Bären im Gehege sind. Das Ziel ist aber nicht die Auswilderung, denn das wurden die Tiere nicht überleben. Die Organisation wird die Bären zeitlebens versorgen. Das Refugium verfügt über 2 Parks: 1 für junge Bären und einen für erwachsene Bären und hat im Jahr 2017 9 Bären, darunter 3 Junge von 5 bis 7 Jahren. Jedes Jahr kommen ca. 20.000 Besucher

Weiter ging die Reise nach Klanac zu einem ganz tollen Stellplatz am Wasser

Der Einsatz der freiwilligen Helfer hat uns beeindruckt, auch die Gespräche mit ihnen. Denn wir erfuhren auch etwas Hintergrundwissen über den täglichen Ablauf. Ein Bär humpelte und wird vermutlich immer mit dieser Verletzung leben müssen. Für uns musste es weitergehen Richtung Küste, weshalb wir uns per Park4Night einen ganz tollen Platz direkt am Fluss aussuchten. Dazu aber mehr im Blogbeitrag Vom Geheimtipp zum Camp Navis.

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist.
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