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Alte und Neue Freunde während der Langzeitreise

Alte und Neue Freunde während der Langzeitreise

Als wir unseren Freunden von unseren Reiseplänen erzählten, kam erstaunlicher Weise kaum eine Reaktion. Einer war bereits über meinen Blog informiert, die anderen schienen kaum Interesse zu zeigen. Ein einziger Kommentar streifte das Thema Finanzen. Über unser finanzielles Polster hüllten wir uns jedoch in Schweigen. Mancher Freund zeigte Begeisterung und wäre am liebsten mitgereist, und auch ehemalige Arbeitskollegen, beteuerten, wir machen alles richtig. Nun ja, das Leben im Wohnmobil ist eben nicht jedermanns Sache. Wir wollen in diesem Artikel unsere Gedanken zu „Alte und Neue Freunde“ schildern.

Der schwindende Kontakt zur Heimat

Während unserer nun schon mehrmonatigen Reise halten wir über diverse Kanäle Kontakt zur Heimat. Doch spüren wir, dass die Verbindungen abkühlen. Ohne Lebenszeichen von uns, erkundigt sich niemand nach unserem Wohlbefinden. Wir akzeptieren die Realität, aber versuchen dennoch den Kontakt aufrechtzuerhalten. Die Erinnerungen an die gemeinsamen Jahre sind zu wertvoll.

Mein Freund Micha: Ein verlässlicher Anker

Micha, ein Freund seit Jahrzehnten, ist mein treuester Kontakt in die Heimat. Mit ihm teile ich viele Gemeinsamkeiten, und sein Interesse an unserem Lebensstil stärkt die Verbindung. Kürzlich hat auch er sich für das Campen mit dem Wohnmobil entschieden, was uns noch enger zusammenschweißt. Wir telefonieren alle ein, zwei Wochen und stehen täglich über WhatsApp in Kontakt. Im nächsten Frühjahr reist er uns hinterher und vielleicht gibt es dann ein Wiedersehen.

Torsten der 100%tige

Meine zweite Säule zu Hause ist mein ältester Kumpel Torsten. Er kümmert sich um alles was ich aus der Ferne nicht erledigen kann. Ihm kann ich blind vertrauen und genau solche Freunde braucht man. Mit ihm verbinden sich viele Erinnerungen aus meiner Jugend.

Der Reiseblog als Brücke zur Heimat

Unser Reiseblog dient als Informationsquelle für alte und neue Freunde sowie Familie und Bekannte. Es macht keinen Sinn, jedem unsere Erlebnisse einzeln zu erzählen. Der Blog ermöglicht es allen Interessierten, sich nach Belieben zu informieren. Nach einiger Zeit teilen wir nun auch nicht mehr jeden Ortswechsel in den sozialen Medien, da die Aufmerksamkeit nachläßt. Ein Like auf Facebook zeigt uns nicht unbedingt, ob auch wirklich echtes Interesse besteht.

Freundschaften auf der Langzeitreise: Eine Herausforderung

Vor der Reise haben wir schon vermutet, dass es schwierig sein würde, Kontakte aus der Ferne zu pflegen. Die Langzeitfolge von Reisen zeigt sich nun mal in leidenden, aber nicht endenden Freundschaften. Das Nachlassen des Interesses war somit vorprogrammiert. Leider halten nur sehr wenige ernsthaft Kontakt mit uns .

Kontakt über soziale Medien: Eine zwiespältige Erfahrung

Instagram ist nicht meine bevorzugte Plattform. Es macht einen Unterschied, ob ich jemandem folge, weil er mir folgt, oder weil ich ihn persönlich kenne. Das Dauerreisen zeigt, dass nichts davon „einfach“ ist.

Aber wenn uns das Leben als Dauerreisende eines gezeigt hat, dann vor allem, dass nichts davon „einfach“ ist. Wir werden damit umgehen, das es alte und neue Freunde geben wird

Veränderungen auf der Langzeitreise: Sind wir noch dieselben?

Langzeitreisen verändern uns. Doch sind wir deshalb nicht mehr dieselben Menschen? Manchmal geht es auch den Daheimgebliebenen so. Die Kommunikation wird schwieriger, gemeinsame Gesprächsthemen schwinden, und Freundschaften können vollkommen erlöschen.

Freundschaften auf der Strecke: Kontaktverlust in der Ferne

Die Kontaktpflege ist heutzutage einfacher denn je durch WhatsApp, Skype und Social Media. Dennoch wird der Kontakt zu manchen Personen weniger. Weltreisende verändern sich, Lebensstile weichen voneinander ab und Freundschaften zerbrechen. Doch unterwegs entstehen neue Bekanntschaften, und manche bestehende Freundschaft wird vertieft.

Neue Bekanntschaften auf Reisen: Überwintern in Spanien

Überwintern in Spanien bringt viele neue Kontakte. Alle teilen die Leidenschaft für Reisen und Campen. An jedem neuen Ort trifft man natürlich auch neue Menschen. Kontaktfreudig spreche ich jeden an, erfahre, wohin die Reise geht, und manchmal entwickeln sich stundenlange Gespräche.

Genau solche Begegnungen sind das Salz in der Suppe unserer Reise. Wir sind uns einig, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Das Erlebte in den ersten Monaten wäre in einem normalen Urlaub nicht möglich gewesen. Unsere Reise ist geprägt von Entschleunigung, und das tut uns gut. Neue Freundschaften müssen es nicht sein; der Austausch mit anderen allein genügt uns. Der Kontakt zu Menschen verschiedener Nationen bereichert unser Leben und macht unsere Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer. Wir sind über unsere alten und neuen Freunde froh.

Jochen Bake

Als Spätzünder habe ich erst mit 43 Jahren mit dem Reisen angefangen. Zuerst mit einem Wohnwagen und seit 2019 mit einem Hymer ML-T 620. Dabei wird versucht, so oft wie möglich frei zu stehen. Ging es bisher hauptsächlich nach Kroatien und Österreich, wird jetzt Albanien und deren Nachbarländer bereist. Seit 10/2023 haben wir unsere Jobs gekündigt und reisen das ganze Jahr durch Europa.

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